Eine Beschreibung der Thoras-Bücher

Exposé zu „Thoras, Sklave von Atlantis“

Ein Geheimbund von Fanatikern holt mittels einer uralten Maschine einen Menschen von unserer Erde auf eine Welt, in der Atlantis niemals untergegangen ist, sondern noch heute die Erde beherrscht. Michael Strempfel selbst glaubt zunächst, nach einem Herzinfarkt eine Komaphantasie zu erleben, denn zu vieles in seiner neuen Umgebung deutet auf einen Traum hin.

Da wäre zunächst Thoras, sein Betreuer und Zimmergenosse, Sklave wie er, ein schmächtiger, dreizehnjähriger Junge – und ein Kampfsportler, der Michael körperlich in jeder Hinsicht überlegen ist. Hinzu kommen Sprache und Schrift von Atlantis, die Michael völlig fremd sein sollten – doch die er so fließend beherrscht wie sein angestammtes Deutsch. Und er entdeckt ein neues Talent an sich: er kann auf einmal zaubern. Aber die ganze Zauberei nutzt ihm nichts gegen die Muskeln seines Zimmergenossen.

Michael schließt mit Thoras ein Zweckbündnis. Er hilft mit seinen Kräften dem Jungen, den Meistergrad im Kampfsport Sun zu erreichen, was für den Waisenjungen die ersehnte Freilassung bedeutet. Dafür hilft ihm der kleine Atlanter, weiterhin den stummen, nur zu wenigen Arbeiten tauglichen Sklaven zu mimen. Michael braucht nur bei größeren Festen die Gäste des Statthalters zu amüsieren, deshalb bleibt ihm viel Zeit, mit Thoras zu trainieren und seine eigenen magischen  Fähigkeiten zu verbessern. Das bleibt nicht ohne Spuren, folglich läuft Michael mehrmals Gefahr, von den atlantischen Magiern enttarnt zu werden. Als ein Preis auf seinen Kopf ausgesetzt wird, schwankt sogar Thoras in seiner Treue.

Für das offizielle Atlantis ist Michael ein „Meidonier“, ein Nachkomme jener hellhäutigen Menschen, die nach kaum mehr bekannten Sagen in Europa gelebt haben sollen. Der Leiter des Staatssicherheitsdienstes von Atlantis erwägt, ihn wegen seiner Hautfarbe umzubringen. Schon suchen atlantische Aufklärungsflugzeuge nach der verborgenen Stadt, aus der Michael stammen soll. Meidonier gefährden die Ordnung von Atlantis...

Die Mitglieder des Geheimbundes beobachten Michael, ohne sich ihm zu offenbaren. Sie halten ihn für den ersehnten „Sohn der Sonne“, der eine uralte Prophezeiung erfüllen soll. Doch jene „Hüter“ haben mächtige Feinde. Um sich selbst und den Sohn der Sonne zu schützen, halten sie sich bedeckt.

Michael erkennt schließlich, daß er sich zweifelsfrei in einer realen Umgebung aufhält. Langsam wird ihm bewußt, daß auf seiner neuen Heimat unbekannte Kräfte wirken. Vor zehntausend Jahren hat diese Welt den wissenschaftlichen Stand des Jahres 1940 erreicht, aber sich seitdem nicht mehr weiter entwickelt. Seit etwa jenem Zeitpunkt, als die Meidonier verschwanden...

Das Rätsel der Meidonier wird erst in einem späteren Band gelöst. Die Atlanter geben schließlich die Nachstellungen auf, nur noch die Widrigkeiten des Alltags und die Mißgunst eines anderen Sklaven stellen sich Michael und Thoras in den Weg. Schließlich darf der Junge die Prüfung zum Sunmeister ablegen. Doch damit die Prüfung anerkannt wird, muß Thoras noch einen Zweikampf gegen einen der besten Kämpfer des Kontinents bestehen. Thoras siegt und wählt als sein Geschenk zur Freilassung seinen Mitbewohner.

Am Ende des Buches steht Thoras hungrig und mittellos auf der Straße. Er ist nun ein freier Bürger von Atlantis, aber für seinen Lebensunterhalt ist er auf die Fähigkeiten von Michael angewiesen, seinem Sklaven und einzigem Besitz.

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Exposé zu „Thoras, Bürger von Atlantis“

Thoras ist mit 14 Jahren der jüngste Meister des Kampfsportes Sun, den es je gegeben hat. Wegen dieses Erfolges mußte ihn Herzog Vantris, sein bisheriger Herr und Besitzer, freilassen. Verärgert darüber hat ihn der Herzog mittellos und hungrig aus seinem Schloß in Ventria werfen lassen und obendrein des Landes verwiesen. Das gesetzlich vorgeschriebene Geschenk an den Freigelassenen bestand aus einem Sklaven, der sich vor allem bei Trinkgelagen hervorgetan hatte und nicht viel wert zu sein scheint.

Thoras weiß jedoch, daß Michael, sein Sklave, jenes „wilde Talent“ der Magie ist, das sein ehemaliger Herr intensiv gesucht hatte. Seine Hoffnungen werden erfüllt: Michael versteht es, Geld herbei zu zaubern. Und wie die besten Magier von Atlantis beherrscht er den Trick, von Kontinent zu Kontinent zu teleportieren.

So gelangt Thoras nach Poseidonis. Die Hauptstadt des atlantischen Reiches erweist sich als rauhes Pflaster. Immer wieder muß Thoras eine Fäuste gebrauchen, um sich seiner Haut zu wehren und um sich Respekt zu verschaffen.

In Ventria erfährt man inzwischen, wer das wilde Talent gewesen ist. Herzog Vantris schickt seinen Privatsekretär, um Michael mit einem großzügigen Angebot zurück zu holen. Er ist sogar bereit, auch Thoras wieder in seinem Reichsland zu dulden. Nach reiflichem Überlegen entscheidet sich Michael gegen den goldenen Käfig in Ventria und für ein selbstbestimmtes Leben mit Thoras.

Ein zwielichtiger Makler vermittelt Thoras eine Wette, bei der er ein großes Haus für einen geringen Einsatz gewinnen kann. In diesem Haus spukt jedoch ein gefährlicher Geist, der seit 130 Jahren jeden aus diesem Haus getrieben hat, der die Vermessenheit besaß, darin wohnen zu wollen. Michael bereitet sich auf den Kampf vor und besiegt den Geist, der sich daraufhin mit den neuen Hausbewohnern verbündet.

Thoras erweist sich in der Folgezeit als undankbar. Er läßt Michael spüren, wer der Herr und wer der Sklave ist. Er braucht mehr als eine Lektion, um zu lernen, daß er einen Freund nicht als Sklaven behandeln darf.

Trotz aller magischen Kenntnisse vermißt Michael Annehmlichkeiten seiner Heimat. Um der strengen Stromrationierung von Atlantis zu entgehen, besorgt er über den Makler, der Thoras das Haus vermittelt hatte, eine Dampfmaschine und einen Generator. Allerdings muß er die schrottreifen Aggregate generalüberholen, bevor der erste Strom in die Akkumulatoren fließt. Thoras hält die Konstruktion einer Küchenmaschine für einen klaren Beweis Michael’scher Faulheit, doch er ändert seine Meinung, sobald er das erste unter Einsatz dieser Maschine hergestellte Speiseeis probiert hat.

Nachdem die Wette um das Geisterhaus gewonnen ist, bemüht die frühere Eigentümerin einen vormaligen Interessenten für dieses Haus, der die Gerichte einschaltet, um auf diese Weise das Haus doch noch zu bekommen. In der Verhandlung tritt der Geist als Anwalt von Thoras auf. Dank dieses Rechtsbeistandes gewinnt Thoras den Prozeß, trotz aller Intrigen der Gegenseite.

Thoras bekommt schließlich noch einen Schüler, der von ihm die Kunst des Kämpfens lernen will. Dieser Schüler hat vor sechs Jahren einen Unfall erlitten, seitdem ist eines seiner Beine verkrüppelt. Der gesellschaftliche Stand seiner Familie ist zu niedrig, um eine „kosmetische“ Operation durchführen zu lassen, die ihm die Beweglichkeit dieses Beines zurückgeben würde. Thoras überzeugt Michael nach einem langen Streitgespräch, diese Operation durchzuführen. Erst nach dem Erfolg dieses Eingriffes lernen Thoras und Michael den Vater dieses Jungen kennen, der zwar dankbar für diese Heilung ist, ihnen aber auch ins Gewissen redet.