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Aus dem dunklen Sklavenschlaf der Gegenwart
durch opfervollen, blutigen Kampf
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Laßt alle Hoffnung fahren! (10.1.2018)

Wir haben das seltene und durchaus zweifelhafte Glück, am Ende eines Zeitalters zu leben. Eine neue kosmische Energie dämmert herauf, die dafür sorgen wird, daß nichts mehr so bleibt wie es war. Astrologisch endet das Fische-Zeitalter und es beginnt das Wassermann-Zeitalter. Ich bin kein Astrologe, deshalb fasse ich mich diesbezüglich kurz: Fische steht für Glaube, Vorstellungen und Glaubensdogmen, Wassermann für befreites Denken und Individualität.

Im Fische-Zeitalter wurden Sie auf Linie gebracht, hatten für alles Vorgaben, deren Einhaltung oft genug mittels Autorität erzwungen wurde. Wer an der jungfräulichen Empfängnis Mariens zweifelte, wurde als Ketzer verfolgt. Heute ist der Glaube an den Holocaust festgeschrieben, jegliches „Leugnen“ wird verfolgt. Benutzt wird das Wort „leugnen“, was ein Lügen wider besseres Wissen beschreibt, also eine Irrlehre und einen Irrglauben meint. Es ist kein simples „bestreiten“, das sich auf Tatsachen und damit Rationalität bezieht. Die Erde ist eben flach, steht im Mittelpunkt des Universums und der ganze Himmel einschließlich der Sonne dreht sich um sie. Warum das so ist? Weil der mit dem Knüppel das so sagt. Also glauben Sie daran, sonst läßt der Knüppel Sie dran glauben.

Sie finden diese Dogmen überall. Der Islam schreibt seinen Anhängern vor, was sie zu denken haben, nämlich das, was jener Mohammed vor fast 1.400 Jahren gedacht hat. Die Demokratie ist die beste aller Staatsformen und wir leben im freiesten Staat auf deutschem Boden. Das sind alles Lehrsätze, also Glaubensvorschriften. Nicht die des Islam, sondern jene der BRD. Zweifel daran sind genauso verboten wie Zweifel am Islam.

Die Naturwissenschaft ist nicht frei von solchen Dogmen. Als den Astronomen aufgefallen ist, daß die Planeten am Himmel Haken schlagen, haben sie sogenannte Epizyklen eingeführt, um die Erde weiterhin im Mittelpunkt des Universums zu halten. Damals hat man sich auf die Bibel berufen, heute berufen sich die Wissenschaftler auf Albert Einstein. Die Epizyklen, die nötig sind, damit dessen Weltbild weiterhin funktioniert, heißen Dunkle Materie und Dunkle Energie. Gefunden hat man beides nicht, aber es muß sie geben, das steht schließlich in der Bibel, Kapitel Relativitätstheorie.

Der Höhepunkt des Glaubens ist jedoch scheinbar materiell: das Geld. Haben Sie schon einmal einen Maria-Theresia-Taler in der Hand gehalten? Die Münze ist riesig, 39,5 mm Durchmesser und 2,5 mm dick, sie wiegt 28,0668 g, davon sind 23,389 g reines Silber. Das war früher Geld, eine Menge Silber im Wert von einem Taler. Ein Zehn-Euro-Schein hingegen besteht aus Baumwoll-Papier im Wert von einigen Cent und ein wenig Farbe, ein Aufdruck, der besagt, daß dieses Papier als Symbol für zehn Euro in den Umlauf kommt. Der 500-Euro-Schein ist nur ein bißchen mehr Papier, eine etwas andere Farbe und trotzdem das fünfzigfache wert.

Wenn Sie eine ganze Truhe voller Silbertaler gehabt haben, waren sie reich. Wenn Sie heute eine ganze Truhe voller Geldscheine haben, sind Sie kreditwürdig. Wobei die Truhe heute Bankkonto heißt und die Scheine nur als Zahlen auftauchen. Kredit kommt von credere, von Glauben. Ihre Euros sind deshalb Geld, weil jeder glaubt, daß es Geld ist. Die schönen alten Scheine der DDR oder jene des Deutschen Reiches waren auch einmal Geld gewesen, doch diesem Geld fehlt inzwischen der Glaube, oder, modern ausgedrückt, die Kreditwürdigkeit.

Geld entsteht heute in einem Vorgang, der in der Physik Paarbildung genannt wird. Da entsteht aus dem Nichts ein Teilchen Materie und ein Teilchen Antimaterie, und wenn sich die beiden Teilchen wieder treffen, wird daraus erneut Nichts. Im Kreditwesen heißen Materie Guthaben und Antimaterie Schulden. Geld bildet sich, indem irgend jemand einen Kredit aufnimmt, also Schulden macht. Er bekommt 1.000 Euro, die er als Guthaben ausgeben kann, gleichzeitig wird irgendwo festgehalten, daß er die 1.000 Euro zurückzahlen muß. Wird der Kredit zurückgezahlt, verschwinden Guthaben und Schulden wieder, es bleibt nichts zurück. Wobei, die Waschmaschine, die der Schuldner gekauft hat, die gibt es nach wie vor, und die Arbeit, die der Schuldner geleistet hat, um die 1.000 Euro zu verdienen, die bleibt ebenfalls in der Welt.

Fische, das zwölfte Haus, die Vorstellungen, jenseits der Realität. Geld aus dem Nichts, Glaubenslehren, Fanatismus, gelenkte Massen. Nicht das Gute ist real, sondern die Vorstellung vom Guten. Jeder weiß, was der Andere zu tun hat, um ein guter Mensch zu sein. Das ist die Gegenwart.

Wassermann, das elfte Haus, das Schöpferische, individuelle Denken, die Freiheit. Das ist die Zukunft. Sind Sie bereit für die Zukunft? Es gibt zwei Arten der Freiheiten, die eine ist die Freiheit von, die andere die Freiheit zu. Die erste, im Englischen Freedom, ist leicht zu verstehen. Sie sind nirgendwo angebunden, nirgendwo automatisch verpflichtet. Die zweite Freiheit, im Englischen Liberty, ist weitaus schwerer. Sie dürfen alles tun, wozu Sie Lust haben. Ihre Mitmenschen haben das gleiche Recht, die gleiche Freiheit. Ihre Mitmenschen haben sogar die Freiheit, Dinge zu tun, die SIE absolut nicht wollen. Gestehen Sie denen diese Freiheit zu?

Aber noch sind wir nicht soweit. Wir erleben gerade die Auswüchse des Fische-Zeitalters, das um seine Fortdauer kämpft, mit allen Mitteln. Das Zeitalter ist keine Person, schon gar kein militärischer Führer, sondern eine Gedankenhaltung. Es ist das Vertraute, an das sich die Menschen klammern. Das haben wir schon immer so gemacht…

Deutschland

In der guten alten Zeit, bis 1980, hatten wir einen Drei-Parteien-Staat, in der jede Partei ihr eigenes Klientel bediente. CDU/CSU standen für konservative und bürgerliche Werte, die SPD für die Arbeiter und die Gewerkschaften, die FDP für Liberalität und ebenfalls für bürgerliche Werte. Mit den Grünen, die ich wegen ihrer auf Weiblichkeit gelegten Schwerpunkte gerne Grüninnen nenne, und den Linken sind zwei weitere Parteien hinzugekommen.

Diese Parteien nennen sich „demokratisch“, mit dem Ziel, andere Parteien als „undemokratisch“ zu diskriminieren. Die Partei der großen Genossin Vorsitzenden, die Merkel-CDU, ist intern nur bedingt demokratisch, sie ist ein bloßer Kanzlerin-Wahlverein. Diese fünf Parteien besetzen alle die vage umrissene Position der „Mitte“. Wobei die Linken eher die Schmuddelkinder dieser Mitte sind.

Diese fünf Parteien stehen im Kampf gegen die Wähler. Nicht um, nein, GEGEN die Wähler. Wann haben Sie den letzten großen politischen Beschluß mitgetragen? Wollten Sie damals die Mark abschaffen? Haben Sie die EU-Verfassung und den Vertrag von Lissabon gewollt? Wollten Sie die Grenzen öffnen, um zahllose „Flüchtlinge“ zu uns lassen, die gar nicht in dieses Land gehören und vor allem Forderungen stellen? Wollten Sie die Atomkraftwerke abschalten, bezahlen Sie gerne die höchsten Strompreise in Europa? Haben Sie die Sanktionen gegen Rußland gewollt?

Die Parteien sind abgehoben, auf sich selbst konzentriert. Sie pflegen, ganz Fische-Zeitalter, ihre eigene Vorstellung von der Realität. In diese schöne Vorstellung bricht gerade die AfD ein, die „Alternative für Deutschland“. Das sind keine „Demokraten“, sondern „Populisten“, Begriffe, die man als „Volksbeherrscher“ für die Altparteien und „Volksbeachter“ für die AfD übersetzen muß. Die AfD vertritt das, was „populär“ ist, also vom Volk gewünscht wird. Deshalb ist die AfD oft zerstritten, weil die alten Vorstellungen über Bord gehen, gerne in Form der Parteivorsitzenden.

Unser Land ist reich, ist Exportweltmeister. Für unsere Waren bekommen wir jedoch kein Geld, sondern Schuldscheine. Diese nennen sich „Target-2-Salden“, die sich bei einer Wirtschaft mit Exportüberschüssen zwangsweise anhäufen. Gedacht war dieses Instrument, um die Handelsströme auszugleichen. Was Deutschland verkauft, erhöht den Saldo, was es einkauft, verringert ihn. Sind die Warenströme ausgeglichen, geht dieser Saldo auf Null, fallen jedoch ständig Überschüsse an, steigt der Saldo ins Unermeßliche. Exportüberschüsse sind somit kein Erfolg, sondern nur die Illusion des Reichtums. Ein Schuldner, der seine Kredite nicht zurückzahlen kann, geht schließlich Bankrott – was den Gläubiger ebenfalls in den Abgrund reißt.

Wenn Schulden verschwinden, weil sie uneinbringbar geworden sind, vernichtet das die Guthaben, die auf diesen Schulden basieren. Es ist zwar nicht so, daß eine Pleite in Griechenland mittels spukhafter Fernwirkung das Sparbuch der Oma Tüttelbek in Nordoosterstedt plündert, aber es kann durchaus sein, daß die Kreissparkasse in Nordoosterstedt deswegen Kredite abschreiben muß, mithin selbst in Mitleidenschaft gezogen wird.

Alle Menschen sind gleich, wird uns so gerne eingeredet. Können Sie sich noch an Mitschüler aus der Grundschule erinnern? Wie viele davon sind Ihnen gleich? Ziemlich sicher kein Einziger! Jeder Mensch ist einzigartig, jeder Mensch hat seine eigenen Talente und Fähigkeiten. Jeder Mensch hat eine eigene Mentalität, ist Bestandteil jener Kultur, in der er aufgewachsen ist.

„Wir wollten Arbeiter, und es kamen Menschen“ war ein Spruch, der uns darauf aufmerksam machen sollte, daß die „Gastarbeiter“ mehr waren als eine betriebliche Ressource. Wir bekommen immer Menschen, die eigene Vorstellungen haben, eigene Wünsche, eigene Ideen und eigene Talente. Der ach so gepriesene Deutschtürke ist kein Deutscher mit türkischen Wurzeln, sondern ein Türke, den es nach Deutschland verschlagen hat, und der damit in der Fremde lebt.

Es ist eine Illusion, andere Völker integrieren zu können. Juden leben seit 1.700 Jahren in Deutschland, und doch sind sie Juden geblieben. Sie nennen sich selbst „Juden in Deutschland“, nicht etwa deutsche Juden. Und da glauben wir, in 55 Jahren Türken integriert zu haben? Oder Syrer, die gerade einmal zwei, drei Jahre im Land sind? So mancher „Gutmensch“ will uns einreden, daß Integration am besten gelingt, indem wir die fremde Kultur respektieren, darauf Rücksicht nehmen. In Wirklichkeit betonen wir damit die Unterschiede, verhindern gerade die Integration.

Wenn ein Architekt ein Haus baut, verwendet er einheitliche Baumaterialien. Soll das Haus stabil in die Höhe ragen, ist Stahlbeton das Mittel seiner Wahl. Kein Architekt käme auf die Idee, ein Stockwerk aus Holz einzuschieben, eines aus Lehmziegeln, das nächste aus Bruchsteinen, darauf Fachwerk und schließlich ein Stockwerk aus Backsteinen. Ein solcherart „multikulturelles“ Haus ist nicht stabil, es fällt schließlich zusammen. Einer „multikulturellen“ Gesellschaft ergeht es nicht anders. Eine multikulturelle Gesellschaft ist allenfalls ein Übergang, am Ende bildet sich eine einheitliche Kultur aus, die alles andere vereinnahmt oder verdrängt.

Das einst keltische Britannien wurde römische Provinz, danach kamen die Angelsachsen, zeitweise die Wikinger und schließlich die Normannen. Aus den vielen Kulturen hat sich die englische herausgebildet, die anderen Einflüsse lassen sich kaum noch nachweisen. Kleinasien war hethitisch, skythisch, griechisch, persisch, römisch, byzantinisch und osmanisch. Heute ist das Gebiet türkisch, die anderen Kulturen sind verschwunden.

Demzufolge wird auch in Deutschland das multikulturelle Zwischenspiel enden. Die bedrohte Kultur ist derzeit die deutsche, weil kaum noch eine offizielle Stelle bereit ist, diese angestammte deutsche Kultur zu verteidigen. Nach der Eroberung 1066 hatte die angelsächsische Bevölkerung mit den Normannen eine französische Oberschicht übergestülpt bekommen, doch letztlich hatte sich die Volkskultur als stärker erwiesen und den französischen Einfluß zurückgedrängt. Nur daran, daß das, was als „swine“ im Stall steht, später als „pork“ auf dem Tisch landet, kann man noch die alte Unter- und Oberschicht erkennen.

Wir dürfen folglich davon ausgehen, daß die deutsche Kultur sich wieder erholen wird.

Deutschland lebt derzeit die kollektive Illusion, die Vorstellung von der Realität. Eine der wichtigsten Ursachen liegt darin, daß wir die dümmste Generation der Politiker an der Macht haben. In einer Demokratie kann grundsätzlich jeder Politiker werden, allerdings ist der Weg nach oben mühsam. Wer fähig ist, gelangt in einem anderen Beruf schneller zu Erfolg und Wohlstand als in der Politik. Diese ist eher der Notausgang für Menschen, die anderweitig nicht zu gebrauchen sind.

Die erste Generation der Demokraten bestand aus fähigen Leuten, die nach 1945 das Machtvakuum ausfüllten, das mit dem Ende des Nationalsozialismus entstanden war. Ab dann hat das Gesetz gewirkt, das Northcote C. Parkinson entdeckt hatte: das Streben nach einem unfähigen Nachfolger, zum Zweck des eigenen Machterhalts. Das Original spricht davon, die Zahl der Vorgesetzten zu verringern und die Zahl der Untergebenen zu vergrößern. Bei Politikern geht es darum, die Überflieger auszusortieren, damit sie den eigenen Aufstieg nicht gefährden, und unter sich Mittelmaß anzusammeln, das nicht am eigenen Stuhl sägen kann. Die Qualität und die Befähigung der Politiker nimmt deshalb von Generation zu Generation ab. Wir bekommen so immer unfähigere Politiker.

Fähige Politiker sind Führungspersonen, unfähige sind Unterdrücker. Heute trauen sich Politiker nur noch mit einer Schar Leibwächter unters Volk, was ökonomisch gesehen völlig unsinnig ist, da das beschützte Gut überreichlich zur Verfügung steht. Meinungen, denen Politiker intellektuell nicht gewachsen sind, werden bekämpft und unterdrückt. Die Zeit der Hexenprozesse gegen Dissidenten hat längst begonnen. Das Internet wird zensiert, die Medien in der Propaganda gleichgeschaltet. Fast überall finden wir die gleichen Nachrichten und dieselbe Kommentierung, in den Medien herrscht längst Einfalt statt der angeblichen ausgewogenen und umfassenden Berichterstattung.

Uns wird die Vorstellung von der Realität eingehämmert, das sind die Todeszuckungen des Fische-Zeitalters, wo noch einmal alles reguliert und per Dogma geregelt werden soll.

Doch erwarten Sie sich nicht zuviel vom Wassermann-Zeitalter. Eine Schafherde, die schlagartig ohne Hirt und Hütehunde für sich selbst sorgen soll, wird erst einmal dezimiert. Nur wenige Schafe werden es schaffen, sich in der Wildnis durchzuschlagen. Das ist der Preis der Freiheit. Sind Sie bereit, diesen zu bezahlen?

Ich habe jedoch eine schlechte Nachricht für Sie: Sie werden nicht gefragt! Es passiert, ob Sie wollen oder nicht. Bei aller Gängelung: Im Schoß der Mutter Kirche hatten Sie Gewißheiten und Halt, den Sie nicht mehr haben werden, wenn die Freiheit des Wassermanns anbricht. Da müssen Sie sich einen eigenen Weg zu Gott suchen, doch Sie haben auch die Freiheit, ohne Gott zu leben.

Die Welt

Um die Weltlage zu beschreiben, genügt ein einziger Satz: Solange wir mehr Welt als Menschen haben, ist alles in Ordnung. Leider ist dieser Satz schwer zu verstehen; und außerdem haben wir längst mehr Menschen als Welt.

Zu den Gründungsmythen der USA gehört, daß jemand, dem es an einem Ort zu eng wurde, einfach weiter nach Westen gezogen ist, um sich dort niederzulassen, wo das Land noch frei und wild gewesen ist. Auch wenn das eine Zeitlang funktioniert haben mag, schließlich lag weiter im Westen nur noch der Pazifische Ozean, die Grenze dieses Wachstums und dieser Freiheit waren erreicht.

Für die Erde sieht es derzeit nicht gut aus. Wir vermüllen den Planeten, wir überfischen die Ozeane, wir laugen die Ackerböden aus. Wir sind dabei, ein weiteres Massensterben der Arten auf der Erde durchzuführen. Aber das ist nicht so schlimm. Sobald die Menschheit ausgelöscht ist, wird sich die Erde erholen, ob es 100.000 oder fünf Millionen Jahre dauern wird, ist dabei nicht von Belang.

Wir sind Teil der Erde und Teil der Biologie, deren Gesetze gelten auch für uns. Zu diesen Gesetzen gehört, daß eine Population, die über ihre Verhältnisse lebt, schließlich zusammenbricht. Menschliche Populationen haben das schon ausprobiert, beispielsweise die Osterinsel oder die Anasazi. Das Römische Reich ist gleichfalls an seinen Ressourcen gescheitert. Als es nicht mehr in der Lage gewesen ist, sich durch Expansion immer neue Quellen zu erschließen, begann der Abstieg und führte zum Zusammenbruch.

Zusammenbrüche der Zivilisation waren bislang lokal, die Welt hat nichts davon erfahren, wie schlecht es der Osterinsel ergangen ist. Dank der Globalisierung gibt es jedoch keine lokalen Populationen mehr. Wenn China hungert, kauft es die Weltnahrungsmärkte auf. Wenn die USA hungern, schicken sie die Army, Navy, Air Force und Marines.

Die Welt ist jedoch endlich, selbst für die finanziellen Mittel Chinas oder das Militär der USA. Das dichtbesiedelte Europa kann den Menschenüberschuß der islamischen Welt nicht aufnehmen, auch nicht die Wirtschaftsflüchtlinge Afrikas. Mit der Geschichte zu argumentieren, greift ins Leere. Europa hat die Welt kolonisiert, seinen Menschenüberschuß in Gebiete geschickt, die damals dünnbesiedelt gewesen waren. Im Zeitalter der Kolonien waren es jedoch nur ein paar hunderttausend Menschen, die in die Kolonien gegangen sind. Die Auswanderung der Millionen ist nach Amerika erfolgt, nicht nach Afrika oder Asien. Eine europäische Besiedelung der heute islamischen Gebiete hat niemals stattgefunden. Daraus läßt sich keine Verpflichtung ableiten, Millionen Menschen in Europa aufzunehmen.

Mitte der sechziger Jahre hat es drei Milliarden Menschen auf der Erde gegeben, heute, fünfzig Jahre später, sind es mehr als siebeneinhalb Milliarden. Bessere medizinische Versorgung und verbesserte landwirtschaftliche Methoden haben dafür gesorgt, daß immer mehr Menschen auf diesem Planeten leben. Wir können bei lokalen Katastrophen, wie Krakatau oder Mt. St. Helens, globale Hilfe leisten.

Vor 200 Jahren, April 1815, ist jedoch der Tambora ausgebrochen. Das Jahr 1816 wird als „Jahr ohne Sommer“ bezeichnet, da dieser Vulkan das Wetter und somit die Ernten in Nordamerika und Europa beeinträchtigt hat. Wir kennen Yellowstone als Supervulkan, doch auch die Campi Flegrei vor Neapel sind ein Supervulkan. Selbst die Eifel ist vulkanisch, und ich kenne Berichte, wonach sich dieses Vulkangebiet 400 Kilometer nach Osten zieht. Der Tambora war sicher eine Nummer kleiner als diese drei anderen Vulkane. Ein Ausbruch des Tambora hätte heute Millionen, womöglich sogar Milliarden Hungertote zur Folge. Die Menschheit ist ein fragiles Gebilde geworden, das am Rande seiner Möglichkeiten arbeitet. Was uns als „globale Erwärmung“ oder gar als „Klimakatstrophe“ untergejubelt wird, ist in Wahrheit ein Klimaoptimum, das der Erde eine Phase der Fruchtbarkeit beschert hat. Wenn ein Klimaoptimum endet, beginnt eine Katastrophenzeit, in der Not herrscht und Kriege ausbrechen. Das war in der gesamten bekannten Geschichte immer der Fall.

Wir leben weltweit die Vorstellung von der Realität, daß wir eine derart große Menschheit dauerhaft erhalten können. Projektionen in die Zukunft prophezeien noch weitaus mehr Menschen, von zehn, ja von zwölf Milliarden ist die Rede. Doch solche Projektionen sind Milchmädchenrechnungen, ohne Tambora oder Yellowstone.

Es ist definitiv nicht möglich, die Probleme der Welt mittels Migration zu lösen. In den letzten 50 Jahren ist die Bevölkerung Indiens von 700 auf 1.200 Millionen Menschen angewachsen. Das ist ungefähr die komplette Bevölkerung der EU, fast die doppelte Bevölkerung der USA.

Vor 150 Jahren war es in Deutschland möglich, Knechte vom Feld zu holen und als Arbeiter in einer Fabrik zu beschäftigen. Der Knecht sprach deutsch, er konnte lesen und schreiben. Die Arbeit in der Fabrik erforderte Muskeln und Arbeitswillen, keine Qualifikation. Die Muskeln wurden längst durch Motoren ersetzt, und arbeitswillig ist die Computersteuerung. In einer heutigen Fabrik wäre der Knecht nur noch als Gebäudereiniger gefragt, für andere Arbeiten benötigt er eine Ausbildung.

Die Zeit des Arbeitskräftemangels ist vorbei. Der Mangel an Fachkräften ist ein Märchen, es gibt höchstens einen Mangel an billigen Fachkräften. Dafür haben wir massenweise überbezahlte Manager. Angesichts der Fehlentscheidungen der Nieten in Nadelstreifen könnten wir durchaus Manager importieren, doch einem ungelernten Dattelklauber fehlt dafür das erforderliche gesellschaftliche Auftreten.

Wenn sich ein Volk hemmungslos vermehrt, wird es schließlich das verfügbare Land ausfüllen. Ab dann bleibt nur die Landnahme jenseits der Grenzen. Wenn dort jedoch bereits andere Menschen leben, bleibt nur die gewaltsame Verdrängung als Lösung, eben das, was landläufig Krieg genannt wird. Wir kennen Kriege um knappe Ressourcen, Kriege um Öl sind bereits geführt worden. Doch richtig heftig werden die Kriege um Wasser.

Stellen Sie sich einmal den Sudan vor. Der Sudan möchte ein Wasserkraftwerk und legt dafür einen Stausee an. Der Fluß, den der Sudan aufstaut, ist der Nil. Der ist aber auch Wasser- und Lebensader Ägyptens, das unterhalb dieses Staudamms liegt. Will der Sudan seinen Stausee schnell auffüllen, was wirtschaftlich sinnvoll ist, da nur dann das Kraftwerk läuft, geht Millionen Ägyptern das Wasser aus. Was bleibt der Regierung Ägyptens? Einmarschieren und das Nilwasser für Ägypten sichern! Ägyptens Bevölkerung ist ebenso hemmungslos gewachsen wie jene anderer islamischer Staaten. Es gibt also genügend junge Männer im wehrfähigen Alter, Kanonenfutter für den nächsten Krieg.

Die Vorstellung von der grenzenlosen Vermehrung, das „seid fruchtbar und mehret euch“, oder das „macht euch die Erde untertan“ ist an ihre Grenzen gestoßen. Wir haben viel zu viele Menschen produziert und dabei nicht auf Qualität geachtet.

In Europa war bis etwa zum Jahr 1800 höhere Intelligenz ein evolutionärer Vorteil. Kinder der Bildungsschicht hatten bessere Überlebenschancen. Ab dann war die Medizin so weit fortgeschritten, daß auch die minder gebildeten Schichten ihrer Segnungen teilhaftig geworden sind. Ab dann hat sich die Entwicklung umgekehrt, die geistige Oberschicht hat weniger Kinder bekommen, die geistige Unterschicht sich immer stärker vermehrt. Die Lebenserwartung der Unterschicht ist angestiegen, womit sie mehr Kinder in die Welt setzen konnte. Die Kolonialmächte haben diese medizinische Versorgung hinaus in die Welt getragen, deshalb konnte sich die Menschheit derart hemmungslos vermehren.

In geringer Zahl ist der Mensch die Krone der Schöpfung, kann die Erde auf eine neue Stufe heben. In zu großer Zahl sind Menschen wie Unkraut, das über alles hinwegwuchert und die anderen Pflanzen erstickt. Bis schließlich die Abwehrmechanismen der Natur greifen und die Vorstellung zerstören, alles beherrschen zu können.

Es ist nicht wichtig, ob die USA, Rußland, China oder Indien die Vormacht des 21. Jahrhunderts sein wird. Dieses Denken in Einflußzonen und Machtbereichen ist altes Denken. Interkontinentalraketen tragen Waffen an jeden Ort der Erde, Sprengköpfe, die ganze Städte zerstören können. In der modernen Kriegführung gibt es keinen Unterschied zwischen Front und Hinterland. Gegen Hunger und Krankheit schützen keine Palastmauern und keine Leibwachen.

Die derzeitigen Massen an Menschen lassen sich nur mittels Dogmen steuern. Sie werden damit auf eine Art Ameisenstaat reduziert. Den Ameisenstaat aufzulösen und die einzelnen Glieder in die Freiheit zu entlassen, wird den größten Teil der Ameisen vernichten. Wir werden dann die Umsetzung des Darwinschen Lehrsatzes erleben: Das Überleben der Tüchtigsten. In einer Welt, in der die Dogmen aufgelöst sind, ist die eigene Intelligenz ein entscheidender Überlebensfaktor.

Die Zukunft

Das Überleben in einem zusammengebrochenen Ökosystem erfordert einen wachen Verstand. Wenn wir in der Geschichte eine Analogie suchen, so finden wir diese im Deutschland des 30jährigen Krieges. Da gab es Gegenden, die vom Krieg verschont geblieben sind, während andere Landstriche gleich mehrfach verwüstet wurden. Der Feind, der Hunger und die Pest – das alles hat dafür gesorgt, daß zwei Drittel der Menschen in Deutschland gestorben sind.

Ihr Überleben gleicht der Teilnahme an einer Lotterie. Das erste Los bekommen Sie gratis, weitere Lose müssen Sie erwerben, durch Vorbereitung, materielle und mentale Vorbereitung. Doch auch mit hundert Losen ist der Gewinn nicht garantiert, während Ihr Nachbar ganz ohne Vorbereitung, nur mit dem Gratis-Los, den Gewinn abräumt.

Gewißheiten gehören dem Fische-Zeitalter an, das Wassermann-Zeitalter wird prüfen, ob dies nicht bloße Vorstellungen von Gewißheiten sind.

In Deutschland werden wir den Kampf der Obrigkeit gegen die Freiheit erleben. Die Regierung wird unser Feind sein, doch sie wird die Zukunft nicht aufhalten können. Übergangszeiten, in denen die bisherige Macht weichen muß, sind Zeiten des Terrors, des Unrechts und des Todes.

Auf globaler Ebene wird die Vorstellung der einen Welt zerbrechen. Die eine Welt, die gerne auch „Neue Welt-Ordnung“ genannt wird, besteht aus dem Glauben, die ganze Welt beherrschen zu können. Die NWO ist fähig, die ersten Schritte einzuleiten, diese Weltbeherrschung durchzusetzen, doch schon Clausewitz hat gewußt, daß auch der schönste Schlachtplan nach dem ersten Schuß den Zufällen des Schlachtgeschehens ausgesetzt ist.

Im Zweifelsfall wird jeder für sich selbst kämpfen. Haben die Kämpfe ums Überleben erst einmal begonnen, lassen sie sich nicht mehr steuern. Der Wunsch der NWO, die Welt ins Chaos zu stürzen, um aus diesem Chaos heraus eine neue Ordnung zu schaffen, ist Illusion.

Die Welt des Fische-Zeitalters mit ihrer großräumigen Vorstellung von Ordnung wird verschwinden. Die Welt des Wassermann-Zeitalters ist kleinteilig und nach unseren heutigen Maßstäben chaotisch. Für die Menschheit wird sie jedoch die Befreiung bringen, die Individualität, den Wert des Einzelnen.

Es wird ein gutes, ein großartiges Zeitalter. Allerdings werden hundert oder noch mehr Jahre vergehen, bis dieses Zeitalter sich entfalten kann. Für alle heute Lebenden gilt leider: Laßt alle Hoffnung fahren! Ihr seid die Wegbereiter, nicht jene, die das Ziel erreichen werden.

© Michael Winkler

Dieser Text ist der 624. Pranger. Seine Kollegen stehen im geschützten Archiv nur einige sind frei zugänglich. Was Ihnen entgeht, sehen Sie in dieser Liste und in jener. Falls Sie das überzeugt - hier lesen Sie, was Sie ein Paßwort kostet. Aber vielleicht kann ich Sie ja auch für meine Bücher begeistern:

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Erschienen 2013
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