Unsterblichkeit (12.10.2011)

Ein spirituelles Thema würde besser zu Allerheiligen passen, doch zum einen ist das die Jubiläumsnummer 350, zum anderen möchte ich nicht schon wieder über Geld schreiben. Deshalb geht es diesmal um die Unsterblichkeit der Seele, über Seelenwanderung und Reinkarnation, also um eine Ergänzung zu "Die spirituelle Welt".

Inkarnation nach östlicher Lehre

Wenn von Reinkarnation die Rede ist, dann geht es fast immer um fernöstliche Religionen. Buddhismus, Hinduismus, Lamaismus, Taoismus, allerdings nicht Kommunismus und Rheumatismus. Da dürfen Sie leben bis Sie sterben, und nach einer Weile geht es von vorne los. Besonderes Pech haben Sie als Dalai Lama, denn da müssen Sie immer wieder ran. Kaum sind Sie gestorben, suchen Horden von Mönchen nach Ihrer nächsten Inkarnation und Sie dürfen erneut den Dalai Lama geben.

Aber Sie sind ja eindeutig nicht der Dalai Lama, deshalb sieht Ihr Inkarnationszyklus ein wenig abwechslungsreicher aus. Je nach dem, wie Sie gelebt haben, werden Sie wiedergeboren, sei es als Wurm, als Hauskatze, als Mensch, als Stechmücke oder auch als Gott. Ja, ja, das ist bei manchen Religionen ebenfalls möglich, nur sind die Götter dort nicht ganz das, was wir mit diesem Titel verbinden. Sie sind weder allmächtig noch unsterblich, das heißt, auch als Gott ist es irgendwann zu Ende und Sie können wieder Stechmücke werden.

Wenn Sie dann 418mal Wurm, 639mal Stechmücke, 2021mal Hauskatze, 813mal Mensch, 16mal heilige Kuh und anderthalbmal Gottheit gewesen sind, dürfen Sie ins Nirwana eingehen, in die Nichtexistenz. Das heißt, der Lohn für all die Mühen ist das, wofür ein atheistischer Kommunist ein einziges Leben benötigt: mit dem Tod ist alles aus. Die Lehre von Karl Marx ist eben richtig, weil sie wahr ist.

Inkarnation nach westlicher Lehre

Zunächst sollte ich wohl besser von westlicher Leere sprechen. Diese Leere stammt aus dem Nahen Osten, es sind die drei kriegslüsternen Wüstenreligionen, die versuchen, die ganze Menschheit zu entleeren. Bei diesen drei Religionen ist das "Pech gehabt" das Hauptthema. Wenn Sie nicht als Jude und damit im auserwählten Volk geboren worden sind, haben Sie eben Pech gehabt, sagt das Judentum. Sie dürfen vielleicht konvertieren und Jahwes Stiefsohn werden, ansonsten sind Sie leider ein Nichts.

Da die Juden nun mal nicht die ganze Welt bevölkern können, hat man einen ersten Ableger gegründet, mit dem Chefagenten Saulus / Paulus als großen Infiltrator. Christ durfte jeder werden und wer die ach so großartigen zehn Gebote übertreten wollte, durfte das beruhigt im Namen und Auftrag der Kirche tun. Als Pech-gehabt-Religion mußte man ein Gott oder zumindest der Kirche gefälliges Leben führen und am besten noch kurz vor dem Sterben einem Priester seine Sünden und die geheimen Geldverstecke offenlegen, um anschließend mit Himmel, Hölle und Fegefeuer konfrontiert zu werden. Fegefeuer und Beichte wurden von Martin Luther abgeschafft, das Leben wurde dadurch gefährlicher und wer nicht aufpaßte, hatte eben Pech gehabt.

Prophet Mohammed hat das Christentum optimiert. Sieben Himmel und sieben Höllen sind eine besondere Zugabe, wirklich revolutionär war die Einfachheit des Übertritts. Jeder Muselmane hatte das Recht, einen Ungläubigen in die Umma des Islam aufzunehmen, ein kurzes Lippenbekenntnis genügte. Für die Beschneidung war später noch Zeit. Die Himmel sind für die Mohammedaner reserviert, die Ungläubigen haben eben Pech gehabt.

Dabei ist alles viel einfacher, logischer und vor allem gerechter. In den Pech-gehabt-Religionen haben Sie eine einzige Chance, Sie kommen als Krüppel zur Welt oder in einem Palast. Es ist nicht Ihr Verdienst, als Auserwählter im jüdischen Volk geboren zu werden, es ist nicht Ihr Verdienst, zur saudischen Königsfamilie zu gehören. Als Angehöriger eines Indio-Stammes in Südamerika, unbeleckt von der christlichen Religion, sterben Sie eben mit der Erbsünde, und ohne kirchliche Segnungen dürfte Ihnen die Hölle gewiß sein, auch wenn Sie keinerlei zählbare Schuld auf sich geladen haben. Es geht übrigens noch perfider: Wenn Sie die Predigten der Missionare gehört haben und nicht schleunigst ins Taufbecken gehüpft sind, sind Sie verstockt und fallen der ewigen Verdammnis anheim.

Vorwärts immer, rückwärts nimmer, ist das Prinzip der westlichen Inkarnationslehre. Wenn Sie einmal die menschliche Ebene erreicht haben, sind die glücklichen Tage als Hauskatze oder Stechmücke für immer vorbei. Ab sofort sind Sie Mensch und das nicht nur einfach lebenslänglich. Eines stimmt allerdings: Sie leben nur ein einziges Mal als Gustav Dosenkohl oder Elfriede Tausendschön, wenn Sie sterben, sind diese Menschen für immer dahin. Sabine Weckesser und Alfons Teutenbrink werden sich nicht mehr an ihre früheren Leben erinnern.

Die östliche Reinkarnation kennt keine Aufwärts-, keine Höherentwicklung. Diesmal Mensch, danach Wurm, zwischendurch Gottheit und dann wieder Stechmücke - eine Reinigung der Seele wird zwar vermutet, doch ein erkennbarer Fortschritt tritt nicht ein. Im westlichen System gibt es ein Voranschreiten und sogar eine Verbindung zwischen den Leben. Leider ist das nicht so wie beim Dalai-Lama, selbst mehrere Armeen von Mönchen können Ihre nächste Inkarnation nicht aufspüren. Es ist folglich nicht möglich, Ihr Milliardenvermögen an Sie selbst zu vererben. Ganz davon abgesehen, verbringen Sie ein paar Tage oder Jahrtausende zwischen zwei Leben im Jenseits.

Das Jenseits sieht zum Glück nicht so aus, wie es die Propaganda-Abteilungen der Pech-gehabt-Religionen darstellen. Nehmen wir einfach an, daß das Jenseits aus 10.000 Ebenen oder Stockwerken besteht. Ihr Leben findet in einem Aufzug statt und wenn es zu Ende ist, gehen Sie aus diesem Aufzug, dort, wo er gerade hält. Und da bleiben Sie, bis irgendwann wieder ein Aufzug ankommt, der an Ihrem Stockwerk anhält und Sie einsteigen läßt. Ihr Leben endet also auf einer bestimmten Ebene und Ihr nächstes Leben kann nur auf dieser einen Ebene beginnen.

Ihre Ebene kann für Sie persönlich das Paradies, für Ihre Mitmenschen eine Hölle sein; Sie werden im Jenseits das, was Sie auf Erden waren und gehen als eben dieses zurück. Selbst wenn Sie als Politiker zu den rückgrat- und damit wirbellosen Existenzen gehören, werden Sie nicht als Wurm, sondern vermutlich als Kind in einer Politikerfamilie wiedergeboren.

Nur in den Vorstellungen weltfremder Ideologen kommen Kinder als unbeschriebene Blätter auf die Welt, in der Realität sind Kinder bereits vorgeprägt. Das Kind bekommt von seinen Eltern nicht nur die Genetik, also Haut-, Augen- und Haarfarbe, Körperbau, Lactoseintoleranz usw. mitgegeben, sondern auch eine geistige Grundprägung. "Mit der Muttermilch eingesogen..." lautet ein sprachliches Bild, und genau das beschreibt das Umfeld einer Inkarnation. Die Seele hat keine prophetischen Gaben, sie weiß nicht, daß drei Tage nach der Geburt ein Börsencrash die Familie finanziell ruiniert. Sie erkennt nur den aktuellen Zustand und ermittelt, ob dies für ihre Wiederkehr geeignet ist oder nicht.

Man kann Kinder erziehen, ihnen beibringen, mit Messer und Gabel zu essen, Deutsch, Englisch oder Japanisch zu sprechen, mit Pfeil und Bogen zu schießen oder Klavier zu spielen. Aber selbst, wenn man die Kinder den Müttern unmittelbar nach der Geburt wegnimmt und sie absolut gleich erzieht, zeigen sie unterschiedliche Vorlieben und Verhaltensweisen, entwickeln unterschiedliche Mentalitäten. Der "neue Mensch" der Kommunisten ist daran gescheitert, weil eben "durch die Muttermilch" bereits Russe oder Pole, Deutscher, Ungar oder Kasache in den Säuglingen fest verankert gewesen war.

Werde, was Du bist!

In früheren Zeiten hat man von "Rassen" gesprochen und von äußeren Merkmalen auf Charaktereigenschaften geschlossen. Dieser Rassismus hat eine gewisse Berechtigung, basiert er doch auf Erfahrungswerten, also aus Beobachtungen. Jedoch greift die Rasse zu kurz. Der blonde, blauäugige Arier ist nicht grundsätzlich der geborene edelmütige Erfinder, der Verteidiger seiner Sippe, der heroische Arbeiter. Es mag oft der Fall sein, aber selbst ein absoluter Bilderbucharier aus einem Handbuch der Rassenkunde kann ein Verbrecher sein, ein rassisch minderwertiges Subjekt, mit Eigenschaften, die selbiges Handbuch den Juden zuschreibt.

Die Mendelschen Gesetze beschreiben die Vererbung äußerer Merkmale, die nur schwach mit Charaktereigenschaften, mit dem inneren Wesen korreliert sind. Schauen Sie sich den französischen Präsidenten an - kleinwüchsig, väterlicherseits ungarischer Zigeuneradel, mütterlicherseits griechische Juden - und seine Kinder aus der geschiedenen Ehe sind groß, hübsch und blond. Mendel beschert einem Mafiaboß einen blonden Sohn und der ist wiederum ein Mafiaboß. Denken Sie an die zehntausend Etagen - der Aufzug, der den Sohn vom großen Boß abholen soll, hält an der Etage, auf der nur Seelen warten, die als Sohn vom großen Boß zur Welt zu kommen wollen und das Erbe antreten können.

Zwei Meter groß, breite Schultern, beneidenswert schwellende Muskeln - aber eben doch kein Klitschko, kein Schwarzenegger, ja nicht mal ein Leistungssportler. Die körperliche Anlage reicht nicht aus, es ist der Wille, der Ausdruck der Seele, der einen Menschen über die äußeren Begrenzungen wachsen läßt. Übung macht den Meister, doch nur derjenige, der in der Übung einen höheren Sinn sieht, den Erfolg zu seinem Ziel werden läßt, nimmt das entscheidende Mehr an Übung auf sich.

Deutsch denken, deutsch fühlen, deutsch handeln - das ist ebenfalls eine Seelenanlage. Der Deutsche hat eine bestimmte Mentalität, er ist anpassungsfähig, ein "ordentlicher Bürger", der sich bereitwillig unterordnet, aber auch zum herausragenden Soldatentum befähigt ist. Es sind Charakteranlagen, die viele Deutsche miteinander teilen. Bei anderen Völkern helfen selbst strenge Gesetze nicht, diese Eigenschaften hervorzurufen.

Wer seinen Anlagen konform lebt, erntet Zufriedenheit. Das Kaiserreich und das Hitlerreich entsprachen der deutschen Mentalität, deshalb haben sich die Deutschen damals wohlgefühlt. Die BRD, Merkeldeutschland, erfüllt diese Wünsche nur bedingt, deshalb gibt es die Politikverdrossenheit, die Unzufriedenheit mit dem Staat.

Die Deutschen arbeiten gerne und sie arbeiten gut, wenn man sie läßt. Trotzdem wächst in diesem Land die Unzufriedenheit mit den Arbeitsbedingungen. Burn-Out, Depressionen, psychische Erkrankungen nehmen zu. Man zählt die Jahre, Wochen, Tage bis zum Ruhestand, lebt in seiner Freizeit, im Urlaub, nur nicht am Arbeitsplatz, in seinem Drecksjob. Forscht man nach den Ursachen, stößt man immer wieder auf zwei Antworten: zum einen die ständige Kontrolle, zum anderen die Überladung mit ungeliebten Aufgaben.

Zu Zeiten des Wirtschaftswunders gab es beides nicht. Der Arbeiter bekam gesagt, was er tun sollte, wie er diese Aufgabe erledigte, blieb ihm überlassen. Der Vorarbeiter schaute ab und zu vorbei, ob es Probleme gab, doch er mischte sich nicht ein, wenn alles lief. Und trotz Arbeitskräftemangel wurde ein Spezialist hauptsächlich dort eingesetzt, wo er am besten arbeitete. Heute gibt es die "Policy", Arbeitsvorgaben, wie sie in den USA vonnöten waren. Manager im Stab legen fest, was wie getan werden soll, und Manager in der Linie sorgen vor Ort dafür, daß alles wirklich so getan wird. In einem Land mit angelernten Arbeitern, wie den USA, mag das funktionieren, in einem Land der ausgebildeten Fachkräfte, wie Deutschland, ist das absolut überflüssig. Wer nichts kann, kann alles gleich gut, wer hingegen gut ausgebildet ist, hat seine Lieblingstätigkeiten.

Ich kenne es aus eigener Anschauung. Als Entwicklungsingenieur hatte ich die nötigen Freiheiten, ein Ziel, nicht einen Weg. Mit Kollegen im selben Projekt habe ich abgesprochen, damit die Prozeduren zusammenpassen. Überstunden waren kein Problem. Wurde jedoch von oben vorgegeben, was wie zu realisieren ist, ließ meine Produktivität nach, es bildete sich ein innerer Widerstand, produktiv zu arbeiten kostete Überwindung. 14 Tage den Systemadministrator vertreten und den Buchhalterinnen erklären, wo auf dem Rechner die "Any Key Taste" ist, war in Ordnung, aber statt als Software-Ingenieur zu programmieren nur auf "Mein Drucker spinnt!" zu reagieren, brachte mich dazu, aus dieser Branche auszuscheiden.

Ich arbeite heute vermutlich mehr als früher, und ich arbeite für einen Bruchteil der damaligen Bezahlung, aber ich arbeite das, was mir liegt und meinen Wünschen entspricht. Kein Job, kein Arbeitsplatz, vielmehr Beruf und Berufung. Ein Beruf ist mehr als der einfache Job, es ist die Arbeit, zu der man sich berufen fühlt, aus sich selbst heraus, aus seinem Inneren. Nur, wer seiner Berufung folgt, kann in seinem Beruf aufgehen, und nur, wer in seinem Beruf aufgeht, kann an die Spitze vordringen, ist der Auserwählte unter den Berufenen.

Wir werden an diesen Seelenauftrag herangeführt. Wir sind nicht zweckfrei auf der Erde, sondern wir sind hier, weil wir es wollten, weil wir uns für dieses Leben entschieden haben, weil wir in dieses Leben, trotz aller Schwierigkeiten, eintreten wollten. Die Bibel spricht vom freien Willen des Menschen, doch die Pech-gehabt-Religionen setzen sich selbst über jenen freien Willen. In den östlichen Religionen muß ich das Karma vergangener Leben abbüßen oder auflösen. Da zählt nicht mein Wille, sondern Buße über ein, zwei oder fünf Leben hinweg.

Karma ist nicht die göttliche Vergeltung, die ewige Buße, sondern das Verbleiben auf seiner Entwicklungsstufe. Wer als betrügerischer Gebrauchtwagenhändler stirbt, dessen "Aufzug" hält dort, wo er andere Gebrauchtwagenhändler trifft. Es ist eine Entscheidung, so zu leben und so ins Jenseits zu gehen. In der nächsten Inkarnation ist der Vater dieser Seele ein Gebrauchtwagenhändler, ein Versicherungsvertreter oder ein Parteipolitiker. Wenn das Kind der Spur des Vaters folgen möchte, ist das seine Entscheidung. Aber selbst die Tochter eines Bundeskanzlers kann sich jederzeit entscheiden, ein ehrlicher Mensch zu sein - und so ihr Karma beenden, nicht innerhalb mehrerer Leben, sondern von einer Sekunde zur anderen, indem sie ganz einfach aufhört zu sündigen.

Gruppendynamik

Nehmen Sie hundert gute Eigenschaften und basteln daraus den Musterdeutschen. Zuwanderer, fremde Völker, ganz einfach die Anderen, haben diese Eigenschaften nicht. Wobei das, was Sie und ich als gute Eigenschaft betrachten, bei jenen Anderen sogar als unerwünscht und negativ angesehen wird. Sie sind eben nicht deutsch, haben andere Werte. Es geht dabei gar nicht darum, welche Eigenschaft objektiv gut oder nicht gut ist, sondern um die Eigenschaften, die von unserem Standpunkt als gut empfunden werden.

Falls Sie diese Beschreibung als umständlich und unnötig empfinden, haben Sie recht. Sie ist ausschließlich der zeitgeistlichen Idiotie geschuldet, alles gleich und gleichwertig machen zu wollen. Ein halbzölliges Rohr wird am besten mit einem anderen halbzölligen Rohr verbunden, auch wenn dank Ausgleichstücken ein 3/8-Zoll-Rohr ebenfalls möglich wäre. Das 3/8-Rohr wird dadurch nicht diskriminiert, außer in den Hirnen von Schwachköpfen, natürlich.

Wenn ein neues Leben beginnen soll, wird im Jenseits die Seele ausgesucht, die am besten in dieses Leben paßt. Sie bekommen keine 75-Eigenschaften-Seele, sondern eine Seele, die 98, 99 oder alle 100 dieser Eigenschaften aufweist. Das heißt nicht, daß damit alle Konflikte zwischen Eltern und Kindern ausgeschlossen sind, es heißt nur, daß im Umfeld der Geburt Kind und Eltern optimal zueinander passen. Jeder Mensch hat seinen freien Willen, jeder Mensch entwickelt sich fort. Wie es in fünf, zehn oder zwanzig Jahren aussieht, hat mit der Geburtssituation nichts mehr zu tun.

Auf diese Weise erfolgt eine innere Fortführung der Traditionen, die ein weit stärkeres Band knüpft als die äußere Form. Diese Traditionen sind jedoch wandelbar, da dem freien Willen unterworfen. Im Lauf der Zeit wurden aus freien Germanen gute Christen - und doch andere Christen als jene in den römisch besetzten Gebieten. Die Mentalität der Menschen unterscheidet sich von Volk zu Volk, von Stamm zu Stamm. Im Stamm steckt die Abstammung, stecken die hundert guten Eigenschaften. Schon der Nachbarstamm unterscheidet sich, hat vielleicht noch 95 dieser Eigenschaften, und fünf eigene, die ihn unterscheiden. Rheinländer, Bayern und Berliner sind unterschiedliche Menschen, haben unterschiedliche Mentalitäten, und zugleich mehr Gemeinsamkeiten untereinander als mit Franzosen, Engländern, Italienern, Türken, Chinesen oder Juden.

Die Hugenotten sind ein gutes Beispiel, wie sich die Eigenschaften anpassen. Sie kamen als gute Franzosen und wurden zu guten Preußen, haben sich assimiliert, die eigenen Traditionen durch neue, die ihrer angenommenen Heimat ersetzt. Ich wage nicht zu schätzen, wie viel Franzose noch in einem preußischen Hugenotten fortlebt. Dieses innere Fortleben, das Wiedergeboren-werden im vertrauten Kreise, hat zweifellos die Juden als Gruppe überleben lassen. Die jüdische Seele konnte nur in einer jüdischen Familie wiedergeboren werden, weil eben nur dort die hundert Eigenschaften vorhanden waren, die einen Juden ausmachen.

Eine wichtige Eigenschaft, um diesen Gruppenbestand zu erhalten, ist der Stolz auf die eigene Herkunft. Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben sind das historische Beispiel, die Deutschen in Südafrika und in Südamerika ihr modernes Gegenstück. In Nordamerika, in den USA, ist das anders: viele der dortigen Deutschen haben unter dem Einfluß der Propaganda im ersten und im zweiten Weltkrieg ihre Wurzeln gekappt.

Der karmische Angriff

Einige Historiker fassen die Ereignisse von 1914 bis 1945 zum zweiten Dreißigjährigen Krieg zusammen. Sie denken damit weiter als die "seriösen" Propaganda-Historiker, die daraus zwei Alleinschuld-Legenden zusammenfaseln. Was beide Gruppen übersehen: der zweite Weltkrieg ist nie zu Ende gegangen. Am 8. Mai (für die Russen noch einmal am 9. Mai) hat die Wehrmacht kapituliert, die heißen Kampfhandlungen waren damit zu Ende. Nur weil nicht mehr geschossen wurde - von Gewaltaktionen der Besatzungstruppen abgesehen - bedeutete das nicht das Ende des Krieges. Es waren nicht dreißig, es sind hundert Jahre.

Dieser Hundertjährige Krieg wurde von amerikanisch-britisch-jüdischer Seite spätestens seit 1897 vorbereitet, nimmt man die Franzosen hinzu, müssen wir das Jahr 1870 ansetzen. Dieser Krieg ist 1914 offiziell ausgebrochen und tobt seitdem ununterbrochen weiter. Der Versailler Vertrag wird offiziell als Friedensvertrag bezeichnet, seine Statuten sind aber nicht mehr als die Fortführung des Krieges gegen das Deutsche Reich. Nach dem zweiten Weltkrieg hat man sich den Friedensvertrag gänzlich gespart, der Krieg gegen das Deutsche Reich wurde einfach weitergeführt.

Nach dem ersten Weltkrieg wurde Deutschland systematisch ausgeplündert, durch die Festlegung der deutschen Alleinschuld wurden zusätzliche Vergeltungsmaßnahmen durchgeführt: Deutsche Wissenschaftler, damals in vielen Gebieten führend, wurden nicht mehr zu internationalen Konferenzen eingeladen. Wirtschaftliche Sanktionen trafen das Reich weiterhin, im Inneren wurde das, was einstmals deutsche Kultur gewesen war, durch fremde Einflüsse überlagert. Das sittenstrenge Berlin der preußischen Könige wurde zum Sündenpfuhl der angeblich "goldenen" Zwanziger Jahre.

Die Feinde des Reiches haben dazugelernt. Nach dem ersten Weltkrieg wurde der karmische Angriff ferngesteuert weitergeführt, bis sich das Reich unter Adolf Hitler aus dieser geistigen Zwangsjacke befreit und auf die eigenen Stärken rückbesonnen hatte. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde eine Vasallenregierung, eine Verwaltung des besetzten Reiches installiert. Diese Regierung führt den karmischen Krieg vor Ort weiter.

Ein karmischer Krieg hat das Ziel, die seelischen Eigenschaften eines Volkes auszulöschen, es zum gesichtslosen Allerweltsgut werden zu lassen. In 250 Jahren hat sich keine amerikanische Seelengemeinschaft herausgebildet. Durch patriotistisches Gehabe wird dies überspielt, mit Nationalhymne und Hand-aufs-Herz-legen, mit Stars-and-Stripes an allen Ecken und Blau-Weiß-Rot, wo immer dafür Platz sein mag. Die Schwarzen in den USA können die Hymne singen, sie können stramm stehen - und bezeichnen sich untereinander als "Nigger", als die Ausgestoßenen. Die Latinos arbeiten und sind genügsam, trotzdem nicht Teil des großen amerikanischen Traums. Die Weißen waren einstmals "die" Amerikaner, heute sind sie eine Minderheit. Die Juden dominieren die Verwaltung und die Banken und bilden eine eigene, getrennte Gruppe. Die Ureinwohner in ihren Reservaten hoffen auf bessere Zeiten. Blau-Weiß-Rot und Football reichen leider nicht, um eine Gruppenseele, um gemeinsame Eigenschaften entstehen zu lassen.

Das Deutsche Reich zeichnete sich durch eine Bevölkerung mit sehr einheitlichen Ansichten aus, bei allen Gegensätzen zwischen Bayern, Preußen, Rheinländern und Hanseaten. Die protestantische Arbeitsethik beherzigten auch die Katholiken im Ruhrpott, die preußische Korrektheit zeichnete auch die oberbayrischen Beamten aus. Eine gottesfürchtige Nation vertraute auf die eigene Kraft.

Nach fast hundert Jahren des karmischen Krieges sind deutsche Tugenden offiziell verpönt ("Damit kann man ein KZ leiten"), Bekenntnisse zum Deutschtum werden unterdrückt ("Bunt statt braun"), der berechtigte Wunsch, die eigenen Eltern und Großeltern von Schuld zu reinigen, ist strafbar ("Volksverhetzung", "Leugnen") und das Land wird durch bevorzugte Minderheiten ähnlich atomisiert wie die USA (Juden, Zuwanderer aller Art, Muslime, Schwule, Lesben, Ausländer, Sinti und Roma, Behinderte, Alleinerziehende).

Nicht die Kriegergene sollen den Deutschen aberzogen werden, denn kriegslüsterne Völker findet man auf diesem Erdball zuhauf. Deutsche sind da eher die Ausnahme, sind diejenigen, die Aufbauen, nicht jene, die alles kaputtschlagen. Selbst die Propaganda-Historiker, die "seriös" die offiziell zurechtgebogene Geschichtsversion verkünden, müssen eingestehen, daß selbst in den beiden Weltkriegen die Gegner dem Reich den Krieg erklärt haben und nicht umgekehrt.

Das Volk, der eigene Stamm, ist die Gemeinschaft, innerhalb der Seelen wiedergeboren werden. Der karmische Krieg hat folglich den Zweck, alles Deutsche aus der Welt zu verbannen. Den Deutschen werden die Früchte ihrer Arbeit weggenommen, und damit wird den arbeitsamen Deutschen das Arbeiten vergällt. Deutsches Geld finanziert nicht nur französische Großbauern, sondern gleich das "größere Frankreich", die französische Kolonialherrschaft, zu der die EU geworden ist. Deutsches Geld finanziert Israel, den Pfahl im Herz der semitischen Völker, die schwärende Kriegswunde an der Schnittstelle dreier Kontinente. Deutsches Geld finanziert die amerikanische Besatzung deutschen Landes und damit die amerikanischen Kriege auf der ganzen Welt.

Das deutsche Bildungssystem war einzigartig in der Welt, bevor Ideologen daran herumgebastelt haben. Die OECD spricht davon, daß es in Deutschland zu wenige Akademiker gäbe, und sie führt Zahlenwerte an, die dies belegen. Doch leider sind Akademiker nicht miteinander zu vergleichen. Einen Betrieb zu führen lernt man nicht an der Universität, und selbst 100.000 Germanisten würden kein Rad erfinden können. Unsere Gesellenbriefe, die fundierte Ausbildung eines Facharbeiters, übertrifft die Nützlichkeit der meisten "Pätschelers" in Diskussionswissenschaften. Die Abschlüsse auswärtiger Bildungseinrichtungen anzuerkennen ist nicht nötig, was jemand kann, steht nicht in einem fremdsprachigen Zeugnis, sondern sie zeigt sich, sobald der Zuwanderer anpackt und arbeitet.

Chauvinisten machen das Fremde nieder, Patrioten bauen das Eigene auf - manche von Ihnen kennen diesen Spruch, ich habe ihn als Widmung in Bücher geschrieben. Gutmenschen sind beider Feind, denn sie machen das Eigene nieder und werten das Fremde auf. Nur Deutsche sind in der Lage, die deutsche Kultur fortzuentwickeln und zu verfeinern. Türken sollen die türkische Kultur fortentwickeln, aber bitte in der Türkei, dort gehört sie hin. Stadtstreicher aus Düsseldorf sind schlechte Botschafter deutscher Kultur, Menschen, die im Libanon, in Tunesien oder in Ghana keine Arbeit finden, können uns nicht mit der Kultur dieser Länder bereichern.

Das alles sind Binsenweisheiten, es bedarf keiner Überlegung, sondern nur offener Augen und eines ungetrübten Verstandes, um dies zu erkennen. Wenn dies alles trotzdem passiert, dann deswegen, weil es Bestandteil des karmischen Krieges ist, der Versuch, alles Deutsche aufzulösen. Das alles führt uns nicht zu besseren Zeiten, sondern in den sicheren Untergang, in den Zusammenbruch. Wer die Früchte seiner Hände Arbeit nicht verzehren darf, der verliert die Lust dazu. Manager streichen für Unfähigkeit unanständige Prämien ein, und wenn diese Unfähigkeit die Firma ruiniert, stehen die fleißigen, gut ausgebildeten Menschen auf der Straße.

Das, was Deutschland groß gemacht hat, die Arbeitskraft seiner Menschen, wird gezielt verschwendet. Was bedeutet es, wenn BMW Autos nach Griechenland verkauft? Die Griechen zahlen mit Geld, das sie sich zuvor bei uns geliehen haben, und in Kürze werden wir ihnen diese Schulden auch noch erlassen. Das ist doch ein großartiges Geschäft, anderen Völkern schöne Autos zu bauen und ihnen das Geld zu schenken, um diese zu bezahlen. Kein Wunder, daß dieses System zerbricht.

Die Feinde des Reiches haben ein Konzept der Pech-gehabt-Religionen beherzigt: die Erbsünde. Wer Deutscher ist, ist von Geburt an schuldig, an Dingen, die während des zweiten Weltkrieges geschehen sind, lange vor seiner Geburt. Und wie einst der Sündenfall im Paradies ist es verboten, diese Erbsünde zu hinterfragen, ob wirklich das alles passiert ist. "Seriöse" Historiker dürfen die Geschichte umschreiben, einfach mal ein paar Tote umbuchen, solange die Summe noch stimmt. Anders als in der Bibel gibt es Hunderte Versionen der deutschen Erbsünde, doch auch nur eine anzuzweifeln, ruft die Inquisition auf den Plan, beamtete Richter und Staatsanwälte, die Diener des Volkes sein sollten, sich aber zu Bütteln der Feinde gedemütigt haben.

Der karmische Gegenschlag

Die Pech-gehabt-Religionen haben die Inkarnation verworfen, aus diesem Grund verstehen sie die karmischen Gesetze nicht. Zehntausend Ebenen, und genau dort, wo man im Jenseits einsteigt, wird man das Jenseits auch verlassen. Die Überflußgesellschaft, eingelullt von Werbung, miserablen Fernsehshows und schlechten Dummquatsch-Runden, zerfällt, sobald die Krise ausbricht. Der karmische Angriff, die Re-Education, löst sich auf, weil den Gutmenschen das Geld ausgeht. Die geschützten Minderheiten werden ihres Schutzes beraubt, weil dieser Schutz nicht mehr zu bezahlen ist.

Der Wirt, der diese Parasiten ernährt hat, der von den Besatzern errichtete Pseudo-Staat, bricht zusammen, und die raubwanzigen Raubwanzen bemerken, daß sie keine Insekten sind, die von einer Blutmahlzeit monatelang leben können. Die Parasiten werden das Weite suchen oder verhungern, sie verschwinden in jedem Fall. In diesem Chaos brauchen wir niemanden, der Habermas zitieren oder die Rezepte von Keynes erklären kann, sondern Menschen, die jene alten Tugenden beherrschen, mit denen man viel mehr kann, als ein KZ leiten: das Chaos ordnen, die Trümmer beseitigen, neue Häuser aufbauen und ein neues Reich errichten!

Im höchsten Triumph, gerade dann, wenn der Feind glaubt, er hätte den karmischen Krieg gewonnen, fällt das Karma auf ihn zurück. Genau die Leute, die der Feind bekämpfen, durch hinterhältige Bosheit vernichten wollte, sind nötig, um in der Stunde Null neu anzufangen. Und genau die Leute, die für immer ins Jenseits verbannt werden sollten, kehren wieder in großen Mengen zurück, ins neue Deutsche Reich.

Noch einmal muß ich den Aufzug bemühen, die zehntausend Ebenen im Jenseits. Am Ende des zweiten Weltkriegs war Deutschland in höchster Not. Unsere tapferen Soldaten sind an den Fronten gefallen, sie wurden in Kriegsgefangenschaft ermordet und von den Siegern unmenschlich in Rheinwiesenlagern zum Krepieren verbracht. Frauen und Kinder sind in den Bombennächten gestorben, sie wurden von der durch Ilja Ehrenburg aufgehetzten Soldateska zu Tode vergewaltigt, sie sind verhungert oder erfroren. Diese Menschen sind ins Jenseits eingetreten, als Deutschland in höchster Not war, sie haben das größte Opfer gebracht. Der Aufzug hat sie dort abgeliefert - und er wird sie dort wieder abholen, wenn Deutschland ihrer wieder bedarf.

Hundert Jahre Krieg, hundert Jahre Bosheit und Niedertracht werden beendet, und am Ende steht das Reich stärker und besser als je zuvor. Das Judentum und die daraus resultierenden Pech-gehabt-Religionen kennen keine Reinkarnation, sie setzen einen bösartigen, mörderischen, rachsüchtigen Gott an die Spitze des Universums, anstatt die simplen Gesetze des freien Willens zu beachten.

Ja, die Seele ist auch in den Pech-gehabt-Religionen unsterblich, doch der Gott dieser Religionen ist nicht gerecht. Was Sie in den ersten hundert Jahren Ihrer Existenz tun, soll für, sagen wir, eine Million Jahre alles bestimmen? Da ist die Vorstellung der Atheisten tröstlicher, daß nach einem Leben alles vorbei ist. Ein gerechter Gott gibt jedem so viele Chancen, wie er braucht. Unsere Soldaten, unsere Frauen und Kinder in den Weltkriegen sind nicht umsonst gestorben, und sie sind nicht für immer von uns gegangen. Sie haben gelernt, und wenn die Fahne der Freiheit über unserem Land weht, werden sie sich um diese Fahne versammeln.

Die heutige Fahne ist ein karmisches Siegel, bei ihr deckt der schwarze Balken des Todes alles Gute zu. Wird diese Fahne umgedreht, so wird aus dem Schwarz des Todes die fruchtbare Erde, auf der wir Menschen leben. Rot ist nicht mehr das Blut, sondern die freigesetzte Energie, die dieses neue Reich befeuern wird, und Gold, der goldene Himmel, die segnende Hand Gottes, wird dieses Reich bedecken, bewahren und beschützen.

Die Fahne der Freiheit wird ins Jenseits hinüberreichen, sie wird das Ende des Hundertjährigen Krieges verkünden, den Sieg des Reiches. So wirken die Gesetze des Karmas, und weil sie so wirken, kann ich nur sagen: Ich bin Deutscher - Glück gehabt!

© Michael Winkler