Isch Disch Messer! (11.1.2012)

Wer kennt ihn nicht, diesen Satz voll ursprünglicher Kraft, voller Selbstbewußtsein und voller Herzlichkeit, mit dem Zuwanderer unser Land seit vielen Jahren so unendlich bereichern. Es sind vorzugsweise Jugendliche der zweiten oder dritten Generation, die auf diese Weise die Kluft zu den Einheimischen überwinden und sich sogar redlich bemühen, eine für uns Einheimische verständliche Sprache zu sprechen.

Es ist ein Zeichen tief empfundener Menschlichkeit, einer Kultur des Mitgefühls, die dem Gegenüber bereitwillig eine zweite Chance einräumt, jene Grenzen einzuhalten, die ihm gerade unmißverständlich aufgezeigt werden. Das geht weit über den alten Autoaufkleber "Ich bremse auch für Kinder" hinaus, besagt es doch, daß man bereit ist, sogar ignorante Kartoffelfresser noch vorzuwarnen.

Das zeigt eine kulturelle Überlegenheit gegenüber deutschen Denunzianten, die nicht erst vorwarnen, sondern sogleich Anzeigen erstatten, vorzugs- und feigerweise anonym. Bei "Isch Disch Messer!" steht jemand dahinter, der für sein Anliegen eintritt, der sich zwar für überlegen hält, aber das Risiko auf sich nimmt, es nicht wirklich zu sein. Von einer solchen Zivilcourage können viele Landsleute etwas lernen.

Aus diesem Grund helfen unsere Behörden den Zuwanderern in diesem Land, wo immer sie können. Notfalls findet sich noch ein Dolmetscher für einen Dialekt, der nur in zwei verfeindeten Dörfern in Hinteranatolien gesprochen wird. Bei rechtlichen Problemen und zur Durchsetzung von Ansprüchen jeglicher Art gegenüber der BRD oder sonstiger beklagbarer Institutionen wird ein kostenloser Anwalt gestellt. Deutsche Krankenkassen zahlen großzügig für alle Angehörigen, auch jene in der Heimat, selbst wenn gar keine Bedürftigkeit vorliegt und die Verwandtschaft eher im Geiste als durch Blutsbande besteht. Sollten immer noch Probleme mit den Deutschen auftreten, helfen Integrationsbeauftragte, die Interessen der zugewanderten Mitbürger durchzusetzen.

Hin und wieder gibt es trotz allem Prozesse gegen jene Menschen, die durch ihre Offenherzigkeit uns so ungemein bereichern. Wenn beispielsweise ein uneinsichtiger Deutscher sich lieber in das dargebotene Messer stürzt, anstatt freiwillig seine Barschaft von 20 Cent herauszurücken. Staatsanwälte und Richter finden da immer mildernde Umstände, so gehört es zur Kulturtradition, das angedrohte Messer tatsächlich vorzuzeigen, denn ein richtiger Mann beweist, was er behauptet. Wenn nun ein ignoranter Deutscher diese offensichtliche und offenkundige Wahrhaftigkeit in Zweifel zieht und dabei tödliche Verletzungen erleidet, hat er sich das letztlich selbst zuzuschreiben. Er trägt folglich die Kosten seiner Beerdigung, die Kosten des Verfahrens, die Kosten für die Reinigung der Kleidung des ausländischen Mitbürgers von seinen Blutflecken und die Kosten für das Nachschleifen des abgenutzten Messers.

Nach dieser Beleuchtung des Ist-Standes möchte ich mich der Zukunft widmen. Hier gibt es drei mögliche Szenarien:

Islamische Republik Germanistan

Unsere vormaligen ausländischen Mitbürger haben gewonnen. Der Islam als Staatsreligion sorgt für grundlegende Vereinfachungen des Rechtssystems: Das Grundgesetz wird durch den Koran ersetzt, die diversen Gesetzbücher durch die Scharia und statt parlamentarischer Schwatzbuden werden rechtsverbindliche Vorschriften in Form von Fatwas erlassen, die ein Rat islamischer Religionsgelehrter anhand des Korans erarbeitet.

Frauen sind wieder dem Menschen untertan und dürfen sich in der Öffentlichkeit zumindest mit Kopftuch oder noch besser vollverschleiert bewegen. Das Autofahren und der Besitz eigener Konten ist Frauen verboten. Schwule und lesbische Umtriebe werden mit Auspeitschung und schließlich Hinrichtung bestraft. Kampfemanzen erhalten die Prügelstrafe, Ehrenmorde und Blutrache sind dagegen von der rechtlichen Verfolgung ausgenommen. Bei Ehebruch verfällt die Frau der Steinigung.

Neben dieser sicherlich segensreichen Übernahme orientalischer Kulturtraditionen gibt es Bereiche, in denen sich wenig ändert: Deutsche als Nichtmuslime sind Bürger zweiter Klasse und minderen Rechtes. Freie Meinungsäußerung ist nur in Bereichen gestattet, die der vorherrschenden Religion nicht widersprechen. Deutsche haben zu arbeiten und Steuern zu bezahlen, insbesondere die Dschidzya, die nur von Ungläubigen zu entrichtende Kopfsteuer. Da Nichtmuslime gegen Rechtgläubige kein Zeugnis ablegen können, bleibt die Benachteiligung vor Gerichten wie bisher weiter bestehen.

Es gibt allerdings ein paar Änderungen, und die sind leider nicht so gut für die Umma (= Gemeinschaft der Gläubigen). Zwar stellen die Türken die Mehrheit unter den kulturellen Eroberern, doch diese sind nur teilweise Untertanen von Sultan Erdogan. Die hiesigen "Türken" sind zu einem großen Teil Kurden, hinzu kommen Muslime aus anderen Teilen der Welt. "Isch Disch Messer" geht auch auf libanesisch. Warum sollte also Germanistan Tribute an die Türkei bezahlen? Die großzügige Krankenversorgung wird demnach gestrichen.

"Die Türkei hat ein perfektes Sozialsystem, es heißt Deutschland." Lesen Sie den Satz ruhig noch einmal, und wenn Sie ein paar Zeilen nach oben blicken, sehen Sie, daß dort nicht "Deutschland" steht, sondern "Germanistan". Die Islamische Republik hat keinerlei Veranlassung, Sozialhilfe für andere Völker zu leisten, von der "Zakât", der Abgabe für Bedürftige, einmal abgesehen. Die Zakât wird nicht an andere Staaten überwiesen, sie betrifft, wie Hartz IV, nur die Inländer.

Muslim ist nicht gleich Muslim, das erleben Pakistani, die als Gastarbeiter nach Saudi-Arabien gegangen sind, am eigenen Leib. Der Germanistaner wird eventuelle Zuwanderer als minderwertig behandeln, sie skrupellos als Arbeitssklaven benutzen. "Einheimische", also Angehörige der Eroberer, bilden die privilegierte Kaste, alle Anderen, ob Urbevölkerung oder Zuwanderer, haben sich dem unterzuordnen.

Neue islamische Staaten, wie der demokratisierte Irak, zeigen sich gegenüber religiösen Minderheiten recht rabiat. Juden und Christen leben nebenan, im ach so furchtbaren Iran, deutlich sicherer als im zerrütteten Irak. Unter Saddam Hussein war es für Christen leichter als unter US-Besatzung. Heute, unter dem "souveränen" Regime, wird es noch schlechter. Die Kopten in Ägypten hatten unter Hosni Mubarak ruhige Zeiten erlebt, die Revolutionsregierung brachte Ausschreitungen und Unterdrückung.

Falls Ihnen Kaiserdome und Basiliken etwas bedeuten - besuchen Sie diese heute, bevor Germanistan ausgerufen wird. Der tolerante Islam zerstört die Bauten fremder Religionen nicht, er verbietet nur, sie instand zu halten. Neubauten sind erst recht verboten. Wenn der Kölner Dom zur Moschee umgewidmet wird, bleibt er uns erhalten, so wie die Hagia Sophia. Synagogen und jüdische Gemeindezentren dürfen genauso verfallen. Für Holocaust-Gedenkstätten und "Stolpersteine" ist ebenfalls kein Platz mehr in Germanistan.

Die beliebten Meinungs- und Denkverbote werden beibehalten, statt der Greuelgeschichten aus der Zeit vor siebzig Jahren werden eben Greuelgeschichten aus der Zeit vor neunhundert Jahren erzählt, über die Kreuzfahrer. Da können sich die im Lande verbliebenen Angehörigen der Urbevölkerung wie gehabt fortlaufend schämen und entschuldigen. Allerdings nicht ganz so offiziell wie bisher, denn in höhere Ebenen der Politik darf ein Giaur nicht aufsteigen.

Stellen Sie sich jetzt bitte vor, Mitteldeutschland wäre unzerstört an die Sowjets gefallen. Eine hochindustrialisierte Region des Deutschen Reiches - es wird auch nichts demontiert, sondern nur die Arbeiter ausgetauscht. Statt der Deutschen arbeiten dort nun Russen, Kasachen, Kalmücken... Die DDR wäre schon nach 20 Jahren abgewirtschaftet gewesen, statt nach 40 Jahren. Die erste Version des VW Golf war zu ihrer Zeit revolutionär, ein echtes Erfolgsmodell. Würde sie heute noch immer vom Band laufen, wäre das Auto zwar billig, aber eben völlig überholt. Germanistan ist nicht mehr kreativ, die Wirtschaft würde nach und nach - nein, nicht untergehen, sondern abgehängt.

Vergleichen Sie das muslimische Indonesien mit dem nichtmuslimischen Thailand - dann gewinnen Sie einen Eindruck, wie produktiv und innovativ islamische Staaten sind. Es ist richtig, daß der Islam vor rund tausend Jahren höher zivilisiert gewesen war als Europa mit seinem "finsteren" Mittelalter. Das war dem Erbe früherer Kulturen geschuldet, der griechischen und römischen Antike, dem sassanidischen Persien. Das Füllhorn antiken Wissens wurde nach 1453, nach dem Fall von Konstantinopel, über Europa ausgegossen, worauf die Renaissance einsetzte, der Auftakt zur Neuzeit. Ab dann hat Europa die islamischen Staaten abgehängt. Und als die Handelsströme dank der christlichen Seefahrt um jene Staaten herumflossen, schwand deren Reichtum "aus tausendundeiner Nacht" dahin, bis das Öl neuen bescherte.

Al-Andalus, das fortschrittliche, tolerante Spanien unter maurischer Herrschaft, wird in Mitteleuropa nicht entstehen. Zum einen ist al-Andalus eine Schimäre jüdischer Autoren, die moralischen Druck auf Christen ausüben wollten. Den Juden ging es unter den Moslems besser als unter den allerkatholischsten Monarchen der Reconquista, deshalb wurde die Vergangenheit verherrlicht. Zum anderen war der Islam in Spanien launisch. In ein paar glücklichen Jahrzehnten wurden Kunst und Kultur gefördert, in weniger glücklichen Jahrzehnten, von denen die Propaganda-Abteilung nicht berichtet, wurde das Rad zurückgedreht, wurde gleichgeschaltet und reislamisiert. Stellen Sie sich einfach mal vor, 30 Jahre katholischer Barock werden von 30 Jahren sittenstrengem Calvinismus abgelöst, um dann wieder lebenslustiger Barock zu werden...

Mit der Islamischen Republik Germanistan haben die Mohammedaner gewonnen, zumindest vor der Geschichte. Ihre persönlichen Freiheiten, die Unterstützung, die sie in Merkeldeutschland erfahren, sind dann jedoch verschwunden. Muselmanen werden bevorzugt, doch wenn die Gegenpartei ebenfalls Muselmanen sind, nutzt diese Bevorzugung nichts.

Die Austreibung

Der folgende Abschnitt ist ganz gewiß fremdenfeindlich, zumindest in den Augen jener linksgrün angehauchten Gutmenschen, die als Staatsbeamte gleichartig parasitär ihren Unterhalt beziehen. Stellen Sie sich vor, ein paar Straßen weiter wohnt eine Familie, deren Ernährer schon lange arbeitslos ist. Die Kinder sind ein wenig schmuddelig, weil sie die Kleider der älteren Geschwister auftragen müssen. Sie bieten diesem Mann an, den Garten Ihrer Villa zu pflegen. Ein paar Wochen später quartiert sich die Familie in Ihrem Gartenhaus ein, und bei der Polizei, die Sie mit der Räumung beauftragen wollen, erfahren Sie, daß dies streng nach den Buchstaben des Gesetzes geschehen ist. Bei Ihrer nächsten Gehaltsabrechnung stellen Sie fest, daß Sie jetzt die Krankenversicherung Ihrer Mitbewohner bezahlen. Deren Kinder gehen bald darauf mit Ihren Kindern in die gleiche Schule und erhalten dort einen "Unterprivilegiertenbonus", also bei schlechteren Leistungen bessere Noten. Kürzlich wurde eines von deren Kindern bei einem Ladendiebstahl erwischt und die Polizei war bei Ihnen, um die Angelegenheit zu klären und Ihnen ein bißchen Geld abzunehmen, für die Verwaltung des Vorgangs, den entstandenen Schaden und als Strafe.

Bei solchen Verhältnissen entsteht eine gewisse Feindseligkeit, selbst wenn der betreffende Herr Ihr leiblicher Bruder ist. Die ersten "Gastarbeiter" wurden nach Deutschland geholt, um die Löhne im Wirtschaftswunder nicht überborden zu lassen. Der sich abzeichnende Reichtum Trizonesiens sollte von anderen Völkern abgeschöpft werden, damit das neue Deutschland nicht zu stark würde. Spanier, Italiener, Jugoslawen und schließlich Türken wurden ins Land geholt. Zunächst nur die Männer, dann wurde der "Familiennachzug" eingeführt, ein "Bleiberecht" vereinbart, Neuvermählte durften ihre Ehepartner aus Anatolien nachholen, ihre Kinder, ihre Eltern... Und als die Arbeit so langsam ausging, wurde "Asyl" eingeführt, als Zugang zur Vollkasko-Versorgung auf deutsche Kosten. Minderqualifizierte, die hier im Land keinen einzigen Handschlag geleistet haben, bekommen großzügig Wohnung und Geld, obwohl sie nichts anderes produzieren als die von Sarrazin angeführten Kopftuchmädchen.

Gebetsräume in Schulen, abgehängte Kreuze, Moscheen in jedem Stadtteil, "No-go-Areas" für deutsche Polizisten - Integration bedeutet, daß alles Einheimische zurückgedrängt und durch Sitten fremder Völker ersetzt wird. "Deutsch" ist zum Schimpfwort geworden, nicht nur bei den Eindringlingen, sondern auch bei den Gutmenschen, die lieber bunt sein wollen. Deutsche Obdachlose und Einödbauern wären keine Kulturbotschafter, doch vergleichbare Menschen aus Anatolien oder Schwarzafrika werden uns als solche vorgesetzt. Das Rezept für saures Kartoffelgemüse meiner Großmutter mag typisch deutsch sein, doch welches Kulturerlebnis würde damit vermittelt? Durch das Multi-Kulti-Gemisch wird vielleicht die Speisekarte bereichert, Kunstwerke, Musikstücke, Bücher - all das wird dadurch nicht geschaffen. Mit "Aida" wurde nicht Italien mit ägyptischer Kultur befruchtet, sondern eine italienische Oper wurde mit einem Schauplatz in Ägypten geschaffen.

Unabhängig von der Propaganda, die uns einreden möchte, es sei ganz selbstverständlich, daß wir alle Mühseligen und Beladenen der ganzen Welt bei uns aufnehmen und alimentieren müssen, wächst im Volk der Haß auf diese Parasiten. Hilfe ist in Ordnung, doch wer sich so auf den Empfang von Hilfe einstellt, daß er nicht mehr bereit ist, selbst etwas zu leisten, wird zum Parasiten, der ausgetrieben gehört. Die Probleme Anatoliens müssen in Anatolien gelöst werden, wer zu kriminell für den Libanon ist, ist auch zu kriminell für Merkeldeutschland. Nordafrikaner sollen Nordafrika aufbauen, nicht in Deutschland sinnlos herumsitzen. Ghanaer werden in Ghana gebraucht, nicht in Duisburg.

Haß ist gefährlich, denn Haß läßt sich bei Bedarf anstacheln und gegen die Objekte dieses Hasses richten. Uns stehen eine Finanzkrise und eine große Depression bevor. Wir befinden uns bereits mitten in einer politischen Krise, bei der sämtliche Politiker abgewirtschaftet haben. Die Schlagzeilen über den Bundespräsidenten und die desolate Lage der FDP sind nur Symptome des Zustandes, in dem sich dieses Land befindet. Ich möchte an dieser Stelle nicht auf die Ursachen eingehen, das habe ich schon oft genug getan. Das Ergebnis ist, daß wir eine Währung haben, die demnächst unsere Ersparnisse vernichten wird. Außerdem haben wir eine Regierung, die allgemein als unfähig angesehen wird.

Eine neue Regierung muß davon ablenken, daß politisches Versagen zu diesen Zuständen geführt hat. Das bewährte Mittel zur Ablenkung ist ein Sündenbock. Früher hat man da einen Krieg organisiert, einen Waffengang gegen ein Nachbarland. Heute sind äußere Kriege zu unpraktisch, deshalb wird ein innerer Krieg vorgezogen. Was bleibt von der großen Herrlichkeit der Zuwanderer übrig, wenn die Schrauben angezogen werden? Eine beiläufige Überprüfung, welcher Eingebürgerte sich des neuen Passes als würdig erwiesen habe, um ihm dann das Dokument wieder zu entziehen, sorgt für Unruhe. Gerichte, die plötzlich von übertriebener Milde auf unbarmherzige Härte umschalten, verschlechtern das Klima zusätzlich. Dann muß nur noch die Presse ausgiebig berichten, und schon ist Oberdeppendorf lieber deutsch statt multikulti.

Es bedarf dann nur noch einer kleinen Volksverhetzung, damit die Deutschen auf die Ausländer losgehen. Die Zuwanderer sind an allem schuld - das klappt wunderbar. Bisher wird gegen Rechts gehetzt, wenn dann jemand herausfindet, daß in der Zeit, in welcher die "braune Terrorzelle" 11 Menschen ermordet hat, unsere Zudringlinge sich 1161 Deutsche auf das Gewissen geladen haben (echte Morde), so werden damit nicht nur die Maßstäbe wiederhergestellt, sondern eben auch der Haß erzeugt. 30 Jahre hier, nie gearbeitet, kein Wort Deutsch und 14 Kinder? Gute Heimreise!

Das ist das Gegenstück zu den Gutmenschen-Beispielen, in denen Leute drei Jahre hier sind, perfekt Deutsch sprechen, deren Kinder Klassenbeste sind, und die jetzt abgeschoben werden. Ja, diese Art Zuwanderer gibt es, und sie sind keine Muslime. Deshalb hat die Staatsmacht in solchen Fällen jene Härte demonstriert, die sie bei der anderen, der parasitären Art vermissen ließ. Wenn die BILD in großen Lettern: "Treibt sie aus dem Land!" titelt, dann werden wir hier wüste Zustände erleben. Es wird Straßenschlachten und es wird Tote geben, doch jedes Opfer wird dazu benutzt, um den Haß und die Austreibung weiter anzuheizen. Genau jene Schafsmenschen, die sich "gegen Rechts" oder für "xxx ist bunt" auf die Straße treiben ließen, gehen dann mit "Ausländer raus!" auf die Straße. Die Parole ist dann nicht mehr rechts, sondern demokratisch - und wer immer dagegen anschreibt, wird Opfer der allfälligen Denunzianten.

Vernünftiger Abbau

Wir haben letztes Jahr 50 Jahre Türken in Deutschland "gefeiert". Da haben uns Volldemokraten vorgelogen, die Türken, die ab 1961 ins Land gekommen waren, hätten es wieder aufgebaut. Dabei war der Wiederaufbau damals zwar nicht abgeschlossen, doch der größte Teil der Arbeit war getan. Im Gegenteil, kurz darauf begann die erste Rezession der Nachkriegszeit, der Mauerbau, die Kuba-Krise, die 68er "Revolution", die erste und die zweite Ölkrise... Die wirklich guten Jahre des Aufschwungs waren 1961 bereits vorbei gewesen.

Die Rücksiedlung sollte nicht solange dauern. Administrative Maßnahmen verhelfen zur Freiwilligkeit, ohne daß eine Volksverhetzung nötig ist. Die oben geschilderten Zwangsmaßnahmen funktionieren genauso, ohne den Haß zu entfesseln. Überprüfung der Einbürgerung, kein Kindergeld für Nichtdeutsche, kein Hartz IV für Ausländer, Ende des Familiennachzugs - und bald werden die Herrschaften von allein gehen. Abschiebung als Strafe für das kleinste Vergehen, eine Justiz, die ihren Namen verdient und wirklich im Sinne des Volkes Recht spricht, auf das sie sich in ihren Urteilen beruft, tut ein übriges. Es ist zudem viel billiger, Gefängnisaufenthalte im Herkunftsland zu bezahlen, anstatt im Schlaraffenland des deutschen Strafvollzugs.

Wer Angst vor Verfolgung hat, läßt sich im Fluchtland nichts zu Schulden kommen. Für das Geld, das ein Gefangener in Deutschland in einem Jahr kostet, kann er in Tunesien fünf Jahre einsitzen. Und wenn Tunesien die angelieferten Straftäter als Zwangsarbeiter einsetzt, ist das die Angelegenheit eines anderen Staates. Wir müssen nur kreativ denken und einen Zeithorizont von fünf oder zehn Jahren einplanen. Für den baldigen Abwanderer stellt sich die Frage, ob er freiwillig geht und alles mitnimmt, was er hier geschenkt bekommen hat, oder ob er aufbegehrt und als verurteilter Straftäter ohne diese Beute im Heimatland abgeliefert wird.

Natürlich müssen die Propagandamedien sich an dieser Arbeit beteiligen. Berichte, wie gut es den Rückwanderern im Heimatland geht, dank ihrer großartigen deutschen Ausbildung, andere Berichte, daß wir es uns nicht erlauben dürfen, anderen Völkern die Besten abzuwerben, die sie für den Aufbau ihres eigenen Landes brauchen, Berichte, daß unsere früheren Gäste nun Botschafter der deutschen Kultur und Lebensart geworden sind, täuschen darüber hinweg, daß einige Härten bei dieser Rückführung unvermeidbar sind.

Der Nachteil ist, daß dies nur funktioniert, wenn eine starke, in sich selbst ruhende Regierung das Projekt durchführt. Sie darf sich auf die Schulter klopfen, doch nicht gleich, nicht für die nächste Wahl, sondern langfristig, in der übernächsten Legislaturperiode. Eine solche Regierung vermeidet die sozialen Unruhen und sie vermeidet die Gewaltrhetorik des anderen Szenarios. Allerdings dauert es Jahre und es erfordert Vernunft - Zeit und Verstand, was bei unseren heutigen Politikern rar gesät ist.

Schlußbemerkung

Soll ich die Wahrscheinlichkeiten abschätzen, so halte ich "Germanistan" mit 30% für durchaus möglich. Die "Austreibung" bewerte ich mit über 60% und die Vernunftlösung mit unter 10% für reichlich unwahrscheinlich. Nach den Schauungen zur Zukunft Europas rechne ich mit der Austreibung. Kurz und prägnant ist das im "Lied der Linde" formuliert: Bunter Fremdling, unwillkommner Gast, Flieh die Flur, die du gepflügt nicht hast. Der Unwillkommene muß fliehen...

Wir dürfen jedoch bei alledem nicht übersehen, was Ursache und was Wirkung ist. Die Überschrift über diesem Artikel lautet "Isch Disch Messer!" Stellen Sie sich einfach einmal vor, was 1935 mit Fremden in diesem Land passiert wäre, die durch solche Drohungen auffallen. Und ehe jemand von "Verherrlichung des Nationalsozialismus" spricht - 1905 wäre Vergleichbares passiert, 1835 im Biedermeier und 1785 im Rokoko ebenfalls. Verrückte Zeiten haben wir heute, nicht in der Vergangenheit.

Das ist jedoch nicht der Fehler des Messerhelden. Der wird nur frech, weil er die Möglichkeit dazu hat. Das ist nicht anders als bei einem Kampfhund, der durch Zucht und Dressur "scharf" gemacht wird, als Produkt seines Herrn, nicht seines eigenen mißratenen Wesens. Es sind die Gutmenschen, es ist die Politik, es sind Staatsanwälte und Richter, die uns diese Zustände beschert haben. Zöge ein Deutscher ein Messer (ohne zuzustechen!), würde er wegen versuchten Totschlags verurteilt, zieht der Ausländer nicht nur blank, sondern sticht sogar zu, wird er nach einer Ermahnung freigesprochen. Kulturtradition, Integrationsprobleme - Entschuldigungen finden sich immer.

Der Kampfhund wird am Ende eingeschläfert, sein Abrichter nicht. Bei der Aufhetzung gegen die Migranten wird gegen die Wirkung gehetzt, nicht gegen die Ursache. Jene, die uns das eingebrockt haben, werden alles tun, um von ihren eigenen Fehlern abzulenken. Wobei ich hier dahingestellt lassen will, ob diese Fehler selbstgemacht oder auf höheren Befehl erfolgt sind. Der Tenor von Politik, Medien und Justiz ist derzeit einheitlich, zu einheitlich, um zufällig zu sein. Diejenigen, die sich dazu hergegeben haben, müssen trotzdem zur Rechenschaft gezogen werden, denn sie haben sich durch diese Hintergrundmächte korrumpieren lassen.

Der Isch-Disch-Messer-Mann ist das Opfer dieser Politik, fremd in zwei Kulturen, verblendet von einer Religion, die sich auf die moderne Zeit eingestellt hat. Er wird zum Angstbeißer, weil er instinktiv spürt, wie leer sein Leben tatsächlich ist. Der äußere "Reschpeckt", den er für sich einfordert, täuscht nur begrenzt darüber hinweg, daß ihm der innere Respekt sich selbst gegenüber fehlt.

Insofern ist das heutige Regime weitaus verbrecherischer als ein Guido Knopp die Nazis darstellt. Diese hatten (angeblich) die Zukunft der eigenen Jugend auf dem Gewissen, die heutigen Politiker haben sich an der Zukunft der Jugend fremder Völker vergangen. Der Kampfhund, der zubeißt, ist so wenig verantwortlich wie der Ausländer, der sein Messer zückt. Bestraft gehören jene, die sie scharf gemacht haben, die jene schlechten Charakterzüge gezielt herausgearbeitet haben. Nein, das ist keine Fremdenfeindlichkeit - es ist Feindseligkeit gegen die Verursacher, gegen jene, die im Namen des deutschen Volkes diese Verbrechen begangen haben.

© Michael Winkler