Verschwörungstheorie (9.9.2009)

1939 wurde das gerade erst seit 1918 wieder eigenständige Polen (1) von der deutschen Wehmacht brutal überfallen (2). Hitler hatte das friedliebende Polen (3) durch ultimative Forderungen (4) in die Enge getrieben und sich bei Stalin rückversichert, um freie Hand zu haben. In den letzten Tagen vor dem erhofften Weltkrieg hatte Hitler, der seit seiner Machtergreifung eine beispiellose Aufrüstung betrieben hatte (5), nur befürchtet, daß irgendein Schweinehund eine Kompromißlösung vorschlagen (6) und den Krieg verhindern würde. Durch den Hitler-Stalin-Pakt wurde ganz Osteuropa der sowjetischen Aggression preisgegeben und dem Kommunismus überantwortet (7).

Solche Meldungen gab es in den letzten Tagen massenweise in allen Zeitungen, Illustrierten, Rundfunk- und Fernsehsendungen, schließlich "feierten" wir den 70. Jahrestag des Beginns des zweiten Weltkriegs. Sie prasseln durch die Informationsmedien auf die Leser, Hörer und Zuschauer ein, mit dem Anspruch, die Wahrheit zu berichten. In ganz konzentrierter Form haben das nur wenige gebracht, das eine oder andere Detail wurde weggelassen oder sogar richtig dargestellt.

Wie sehen die Fakten aus?

(1) Ein eigenständiges Polen wurde bereits 1916 geschaffen, auf dem Territorium, das die kaiserlichen Truppen von Rußland erobert hatten. Dieses Polen war zwar kein neutraler und unabhängiger Staat, was vor allem daran gelegen hatte, daß der erste Weltkrieg tobte und die Mittelmächte in einem Dreifronten-Krieg um ihre Existenz kämpften.

(2) Unter Hitler gab es zunächst eine Annäherung zwischen Deutschland und Polen. Dies führte zu einem Nichtangriffspakt und der Unterstützung durch das Deutsche Reich bei der polnischen Annexion der mehrheitlich von Deutschen bewohnten Region Teschen von der Tschechoslowakei. Hitler hatte Polen einen Nichtangriffspakt bis 1959 angeboten, also für 20 Jahre. Die polnische Regierung wollte keinerlei Zugeständnisse in der Danzig-Frage eingehen und betrieb ab März 1939 eine Einkreisungspolitik gegen das Deutsche Reich. Die polnische Kriegsplanung sah einen Zweifronten-Krieg gegen Deutschland vor, mit einem sofortigen Kriegseintritt durch Frankreich und Großbritannien.

Ein Überfall setzt voraus, daß der Überfallene ahnungslos ist. Polen hingegen hat den Krieg gezielt vorbereitet, durch Bündnisse, kompromißlose Ablehnung aller deutschen Vorschläge und schließlich durch die Mobilmachung polnischer Truppen am 30. August 1939. Die Vormarschpläne auf Berlin waren ausgearbeitet, sogar die ersten Ölgemälde von der triumphierenden polnischen Armee bei der Siegesparade durch das Brandenburger Tor bereits gemalt. Das erklärte Ziel des polnischen Außenministers Beck war, Hitler zum Krieg zu zwingen, ob er nun wolle oder nicht.

Polen hat ganz gezielt auf den Krieg hingearbeitet. Der Aufmarsch von 1,5 Millionen Soldaten der deutschen Wehrmacht war mit Sicherheit bekannt. Mit zwei Dingen hatten die Polen allerdings nicht gerechnet: Die Schlagkraft der Wehrmacht war weitaus höher, als die Polen befürchtet hatten, und ihre geschätzten Verbündeten im Westen hatten keine Lust, ihr kostbares Blut für ein paar streitsüchtige Polen zu vergießen. Statt entschlossen anzugreifen, haben sich Engländer und Franzosen in die Maginot-Linie gesetzt und die Weihnachtsfeiern vorbereitet.

Anmerkung: Die tapfere Attacke polnischer Lanzenreiter gegen angebliche deutsche Panzerattrappen, die sich als echte Kampfpanzer herausstellten, haben die Medien nicht mehr erwähnt. Einzig ein gewisser Marcel Reich-Ranicki mußte dieses Märchen wieder aufwärmen. Als hochgejubelter Literaturpapst ist dieser polnische Jude mit eigener Geheimdienstvergangenheit im Rang eines Hauptmanns ja gewohnt, mit erfundenen Geschichten umzugehen.

(3) Das neu entstandene Polen war alles andere als friedlich. Die Polen haben reihum alle Nachbarstaaten überfallen. So wurde Oberschlesien annektiert, nur das Eingreifen deutscher Freikorps hat verhindert, daß noch größere Teile des Reiches durch Polen besetzt wurden. Bei allen Aktionen gegen Deutschland bekam Polen volle Rückendeckung durch Frankreich, bis hin zur Entsendung französischer Truppen.

"Ostpolen" wurde durch einen polnischen Angriff auf die Sowjetunion erobert. Die von den Nachwirkungen der Revolution und der innerrussischen Kriege stark geschwächte Sowjetunion konnte den polnischen Eroberungszug gerade noch stoppen, mußte aber Land gegen Frieden tauschen. Die unterworfene Bevölkerung aus Ukrainern, Russen und Weißrussen wurde in der Folgezeit massiven Repressalien ausgesetzt, um sie zwangsweise zu polonisieren. Dies erfolgte in der aktiven Bekämpfung der russisch-orthodoxen Religion zu Gunsten des polnischen Katholizismus und in der Unterdrückung der Muttersprache zu Gunsten des Polnischen der neuen Zwingherren.

Repressalien bis hin zu Pogromen wurden gegen Deutsche und Juden verübt. Dies führte zu einer Massenflucht polnischer Juden ins sichere Deutsche Reich. Das Attentat von Paris, in dessen Folge die Reichskristallnacht vom 9. November 1938 stattgefunden hatte, verübt durch einen polnischen Juden, erfolgte aus Rache dafür, daß das Deutsche Reich flüchtige polnische Juden nach Polen zurückgeschickt hatte.

Der "brutale Überfall" der Wehrmacht war zu einem gewissen Teil ein humanitärer Hilfseinsatz, um die deutsche Bevölkerung in Polen vor weiteren Übergriffen an Leib und Leben zu schützen. Ereignisse wie der Bromberger Blutsonntag zeigen deutlich, daß dies kein aus der Luft gegriffener Vorwand gewesen war, aber auch nicht der alleinige Grund für den Krieg.

(4) Die ultimativen Forderungen des Deutschen Reiches betrafen den Polnischen Korridor, der Polen einen Zugang zur Ostsee verschaffte und Ostpreußen vom Rest des Reiches abtrennte. Für jeglichen Verkehr von Ostpreußen ins Reich und umgekehrt kassierte Polen wie weiland die DDR Transitgebühren. Während die DDR sich mit Westmark begnügte, forderte Polen eine Bezahlung in Zloty. Wir sprechen aber nicht über den Exportweltmeister BRD, der in Devisen schwimmt, sondern über das arme, isolierte Deutsche Reich, dem schon am 24. März 1933 die Weltjudenheit den (Handels-)Krieg erklärt hatte. (Im Sinne von "Juden, kauft nicht bei Deutschen") Wir sprechen von der Zeit der Weltwirtschaftskrise, in der Roosevelts New Deal zwar für gute Schlagzeilen, aber nicht für gute Wirtschaftsdaten gesorgt hatte. Das Deutsche Reich konnte sich die hohen Transitgebühren nicht mehr leisten.

Deshalb wurde eine Verhandlungslösung angestrebt. Hitlers Wunsch waren eine vierspurige Transitautobahn und eine zweigleisige Bahntrasse durch den Polnischen Korridor, mit exterritorialem Status, um nicht mehr für jeden Lkw Straßenbenutzungsgebühren bezahlen zu müssen. Im Austausch hätte Polen ein garantiertes Existenzrecht und einen Nichtangriffspakt bekommen, also Garantien für seine Sicherheit.

Der letzte Vorschlag schloß eine Volksabstimmung im Polnischen Korridor ein, bei dem die Bewohner entscheiden sollten, ob sie zum Deutschen Reich kommen oder bei Polen bleiben wollten. Bei einem Wechsel zum Reich hätte Polen den Ostseehafen Gdingen behalten und einen freien Zugang mit exterritorialem Status erhalten, bei einer Entscheidung für Polen wäre die Nabelschnur nach Ostpreußen gebaut worden.

Wenn heute "Rechte" von "Ostdeutschland" sprechen, dann geht es um die Gebiete Westpreußen, Pommern, Schlesien und Ostpreußen, also um jene Gebiete, die in meinem Schulatlas noch als "z. Zt. unter polnischer Verwaltung" vermerkt sind. Das immer wieder vorgebrachte Argument gegen diesen Anspruch ist, daß in diesen Gebieten ja so viele Polen geboren und aufgewachsen seien, daß man dieses Land nicht mehr deutsch nennen sollte. Daß diese polnische Mehrheit eine Folge der Vertreibung nach dem zweiten Weltkrieg ist, wird bei diesen Diskussionen natürlich nicht berücksichtigt. Nach dem ersten Weltkrieg unterblieb diese Vertreibung, in den von Polen annektierten Gebieten, also im Polnischen Korridor, in Oberschlesien und im formal unter der Verwaltung des Völkerbundes stehenden Danzig lebten damals in großer Mehrheit Deutsche, in Danzig z.B. 97%. Unter dem Gesichtspunkt der demokratischen Selbstbestimmung waren die Polen die Unterdrücker, während das Deutsche Reich sich für die Anwendung der demokratischen Menschenrechte eingesetzt hatte.

Ein Ultimatum sieht anders aus, da werden unannehmbare Forderungen gestellt und unverhohlene Drohungen ausgesprochen. Großbritannien hatte Polen eine Blankovollmacht erteilt, die noch weiter ging, als die deutsche Blankovollmacht an Österreich-Ungarn von 1914. Im Vertrauen auf die Stärke seiner Bündnispartner hat Polen alle Angebote von deutscher Seite abgelehnt und gezielt auf den Krieg hingearbeitet.

Polen trägt nicht die Alleinschuld am zweiten Weltkrieg, denn dieser wurde von vielen Seiten herbeigesehnt. Roosevelt benötigte unbedingt einen Krieg, um seine marode US-Wirtschaft und seine heruntergekommenen Finanzen in Ordnung zu bringen. Stalin träumte von der Weltrevolution und erhoffte sich von einem Krieg in Europa einen schnellen Durchmarsch bis zum Atlantik. Was Churchill wollte, ist weniger klar. Hätte er auch nur annähernd jene Fähigkeiten als Staatsmann besessen, die ihm heute nachgesagt werden, hätte er begreifen müssen, daß ein Krieg den Untergang des zerfallenden Britischen Empire weiter beschleunigen würde. Kein Wunder, daß ihn die Briten 1945 abgewählt haben. Warum die BRD-Vasallen dem Totengräber Europas 1956 den Karlspreis verliehen haben, mag sich jeder selbst zusammenreimen.

(5) Die "massive deutsche Aufrüstung" erfolgte auf der Basis des "100.000-Mann-Heeres", sie beseitigte also nur jenen Status der Wehrlosigkeit, der durch das Versailler Diktat auferlegt worden war. Gerechnet am Potential der möglichen Gegner Polen, Frankreich und England, war das Deutsche Reich 1:3 unterlegen. Die ach so überwältigende deutsche Kriegsmaschinerie hat durch Eingliederung des tschechischen Kriegsmaterials erst jene Aufwertung erfahren, die sie für den Krieg gegen Polen gebraucht hat.

Die Wehrmacht war eine Armee, die für eine taktische Vorwärtsverteidigung ausgelegt war, also zur Zerschlagung angreifender Feindtruppen. Für die strategische Eroberung fremder Länder war sie nicht ausgerüstet. Einmotorige Stukas vergrößern die Reichweite der Artillerie, zweimotorige Heinkels sind für Angriffe auf Nachschublinien und Verfügungsräume ausgelegt, viermotorige Lancasters oder fliegende Festungen sind dagegen strategische Bomber, die tief im Feindesland Verwüstungen anrichten. Für einen Weltkrieg benötigt ein Staat eine starke Marine, die wiederum Flugzeugträger für die Luftdeckung benötigt. Die starken Schlachtschiffe Bismarck und Tirpitz, sowie der Flugzeugträger Graf Zeppelin, waren 1939 noch gar nicht fertig, die Marine somit nicht einmal im Ansatz kriegsbereit. Gegen die britische, amerikanische und französische Marinerüstung nahm sich die deutsche mickrig aus.

Jene Staaten, die massiv für einen Krieg aufgerüstet haben, sind Großbritannien mit seiner Luftrüstung, die Sowjetunion mit ihren Panzerverbänden und die USA auf allen Gebieten. Stalin hat sogar eine Hungersnot mit Millionen Toten in Kauf genommen, um seine Rüstungswerke mit US-Kapital aufzubauen. Anders als Deutschland mußten diese Staaten nicht parallel dazu ihre vom ersten Weltkrieg ruinierte Wirtschaft in Gang bringen, mit sechs Millionen Arbeitslosen. Die Aufrüstung war nur ein Teil der wirtschaftlichen Maßnahmen der Hitler-Regierung, die es als einzige geschafft hat, die Folgen der weltweiten Depression bereits vor dem Ausbruch des Krieges zu überwinden.

(6) Das Zitat mit dem Schweinehund ist eine Fälschung, die im Rahmen der Nürnberger Prozesse angefertigt worden ist. Diese Fälschung wurde sogar in BRD-Schulbücher übernommen. Selbst nach dem Hitler-Stalin-Pakt, der dem Deutschen Reich die Möglichkeit zum Angriff auf Polen gegeben hat, unterbreitete die deutsche Reichsregierung noch weitere Verhandlungsvorschläge. Hitlers angeblich gefürchteter "Schweinehund" wäre die polnische Regierung gewesen, die er selbst durch seinen Verhandlungsvorschlag in die Lage versetzt hatte, mit einem einfachen "Ja, wir wollen reden" ihm seinen angeblich so dringend gewünschten Krieg zu vereiteln. Der Verhandlungsvorschlag war derart umfassend, daß die britische Regierung befürchtete, eine Veröffentlichung desselben würde dazu führen, daß die eigene Bevölkerung diesen Krieg ablehnen würde.

Natürlich muß man ein wenig suchen, um diese Fälschung als solche zu entdecken. Hitler wird zu gerne zitiert, da sagt niemand, daß wichtige Zitate gefälscht sind. Nur ein Dokument ist offenkundig als Fälschung entlarvt: die Protokolle der Weisen von Zion.

(7) Der Hitler-Stalin-Pakt hat Stalin nicht nur das zuvor der Sowjetunion weggenommene "Ostpolen" zugesichert, sondern ihm auch freie Hand gegen die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen eingeräumt. Auf diesen Punkt haben die Sowjets bestanden, als der eigentliche Vertrag bereits ausgehandelt worden war. Die deutsche Seite mußte entweder auf den Vertrag verzichten oder zustimmen. Die Briten, die zuvor mit Stalin verhandelt haben, hatten damit kein Problem. Sie haben Stalin die baltischen Staaten viel bereitwilliger überlassen.

Die britische und französische Beistandsgarantie gegenüber Polen erstreckte sich auch gegen einen Angriff von Osten her. Laut dem Bündnisvertrag hätten Großbritannien und Frankreich deshalb am 18. September 1939 der Sowjetunion und damit Stalin den Krieg erklären müssen. Hitlers "Mein Kampf" wird gerne zitiert, er habe "Lebensraum in Osten" gewinnen und dafür die Sowjetunion angreifen wollen. Um die Sowjetunion zu vernichten, hätten die Westmächte einfach nur abwarten und Ruhe geben müssen.

Am 22. Juni 1941 kam Hitler dem Sowjetischen Angriff je nach Quelle um Stunden bis um zwei Wochen zuvor. Die Russen hatten keinerlei Verteidigungsstellungen vorbereitet und bei der Truppe waren nur Karten für den Vormarsch, bis hin zu Sprachführern für eroberte afrikanische Gebiete. In diesen Aufmarsch hinein tat die Wehrmacht das, was sie am besten konnte: einen Angreifer zerschlagen. Um Osteuropa zu retten, hätte es ausgereicht, sich zurückzulehnen und zuzuschauen, wie Deutschland und Rußland die Angelegenheit auskämpfen. Danach, wenn beide Parteien ausgeblutet wären, hätte der Westen intervenieren und ganz Osteuropa die Freiheit sichern können.

Bei den Konferenzen von Teheran und Jalta war es der Westen, der den Sowjets die Vorherrschaft über Osteuropa zugestanden hat. Die Westmächte, USA und Großbritannien, vertreten durch Roosevelt und Churchill, haben Osteuropa aufgegeben. Statt der Invasion auf Sizilien und schließlich Italien wäre eine Landung in Griechenland möglich gewesen, um mit den Russen vereint durch Europa zu marschieren. Dem ganzen Balkan wäre dadurch der Stalinismus erspart geblieben.

1945 hatten die USA die Macht, die Sowjetunion in ihre Schranken zu verweisen. Die US-Truppen standen in Europa, statt die Wehrmacht auf den Rheinwiesen verhungern zu lassen, hätte man sie neu ausrüsten und als Hilfstruppen verwenden können. Die Atombomben wären auf Kiew und Moskau gefallen, statt auf Hiroshima und Nagasaki. Die Befreiung Osteuropas hätte nur Monate gedauert, denn die Russen waren ebenfalls ausgeblutet. Truman hat das nicht begriffen, Churchill bei seiner Aussage, das falsche Schwein geschlachtet zu haben, wenigstens einen lichten Moment.

Propaganda und Gegenpropaganda

Diese Darstellung hält sich an die historischen Fakten. Quellensüchtigen seien diese Bücher empfohlen: Richtigstellungen zur Zeitgeschichte. Ich gebe zu, daß ich ein paar Propaganda-Techniken genutzt habe, indem ich ergänzende Fakten anführe. Anders als die "Qualitätspresse" habe ich Hitler (bzw. einen anderen Politiker) in einen Teppich beißen lassen.

Es sind die Kleinigkeiten, mit denen die Geschichte verfälscht dargestellt wird. So wurde Frankreich "gedemütigt", weil es seine Kapitulation im selben Eisenbahnwagen unterschreiben mußte, in dem 1918 Deutschland den Waffenstillstand unterzeichnet hatte. Was heute nicht erwähnt wird: Während die deutsche Delegation 1918 als Aussätzige behandelt worden war, wurde die französische Delegation 1940 mit allen Ehren empfangen und gemäß den diplomatischen Gepflogenheiten behandelt. Bei der Siegesparade in Paris sind die Deutschen um den Arc de Triomphe marschiert. Eine Demütigung? Nein, denn Hitler persönlich hatte angeordnet, aus Respekt um den Triumphbogen herum zu marschieren, anstatt als Sieger hindurchzuschreiten.

Jetzt stellt sich die Frage nach dem Warum. Warum wird gezielt einseitig beschrieben, um eine bestimmtes Geschichtsbild in den Köpfen der Menschen zu erzeugen? Warum wird die Wahrheit verdreht, von Institutionen, die angeblich der Wahrheit der Berichterstattung verpflichtet sind? Es ist eine Sache, die Handlungen von Politikern der Gegenwart gefärbt zu beschreiben, wenn Meldung und Kommentar bzw. Auslegung klar erkennbar getrennt sind. Eine Zeitung oder ein Sender hat das Recht, eine eigene Meinung zu haben. Keiner hat jedoch das Recht, die Geschichte zu manipulieren und das auch noch als Information auszugeben.

Als Kind habe ich oft das Sprichwort zu hören bekommen: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und wenn er auch die Wahrheit spricht. Wenn die Qualitätspresse uns so offensichtlich belügt, welche Tatsachen werden sonst noch verdreht? Ich bin von zwei Richterinnen belehrt worden, daß "seriöse" Historiker keinen Zweifel an der offiziellen Darstellung des Holocausts™ haben. Was sie nicht gesagt haben, ist das winzige Detail, daß nur Historiker, die diese Darstellung unterstützen, das Attribut "seriös" zuerkannt bekommen. Die Lehre von Karl Marx ist richtig, weil sie wahr ist - auch ein schönes Sprichwort.

Einseitige Darstellungen, noch dazu von Medien, die von Deutschen produziert werden und für Deutsche berichten, müssen einen Grund haben. Diese Art Darstellung muß folglich jemandem nutzen. Dieser Jemand ist keinesfalls derjenige, der diese Presseerzeugnisse kauft und bezahlt, der mit seinen Rundfunkgebühren die Sender finanziert oder an den die Werbung zwischen den Sendungen gerichtet ist, denn diese Leute sollen als Empfänger der Botschaft damit manipuliert werden.

Die offizielle Darstellung jenseits der geschichtlichen Darstellung wäscht die Feinde Deutschlands von alle Schulden rein und weist die Verantwortung ausschließlich dem Reich und den Deutschen zu. Deutsche haben keinen Anspruch auf Nationalstolz, sondern müssen mit dem ewigen Schuldkomplex infiziert werden. Was im zweiten Weltkrieg als Propaganda eingesetzt wurde, wird ununterbrochen und verstärkt fortgesetzt.

Ist das eine Verschwörungstheorie? Ja, es hört sich ganz danach an. Eine solche Darstellung auf breiter Front kostet entweder eine Menge Geld, oder es ist ein Zeichen für die Ausübung von Macht. Nur in schlechten, vorzugsweise amerikanischen Filmen wird Macht um ihrer selbst willen ausgeübt. Im realen Leben hat Machtausübung ein Ziel, einen höheren Zweck.

Schuldkomplexe haben das Ziel, daß sich derjenige, der sich schuldig fühlt, von dieser Schuld befreien möchte. Er wird also versuchen, sich von der Schuld zu befreien, die Schuld in irgendeiner Form zu sühnen. Zumindest, wenn er ein anständiger Mensch ist. Es gibt Staaten, Völker und Religionen, die vorzugsweise ihre Schuld tilgen, indem sie die Opfer beseitigen.

Der ewige Schuldkomplex hält Deutschland in einer ewigen Schuldknechtschaft. Worte und Wortwahl entscheiden über die vermittelte Botschaft. Was drei Jahre zurück liegt, kann ich als "praktisch gerade erst passiert" bezeichnen und damit in die Nähe rücken, oder als "vor fast einem halben Jahrzehnt" ansprechen und in die Vergangenheit verschieben. Der zweite Weltkrieg ist ein Ereignis des vergangenen Jahrtausends, der Beginn liegt drei Generationen zurück. Wer immer damals das Sagen hatte, wer immer daran die Schuld getragen hatte, er ist längst gestorben. Wer diese Ereignisse aufbauscht, um einseitig darüber zu berichten und die Geschichte nach Bedarf zurechtzubiegen, tut dies aus niederen Beweggründen.

Lernen aus der Vergangenheit? Das ist ein guter Vorwand! Es gibt weit und breit keinen Adolf Hitler, der von unseren rückgratlosen Erfüllungsgehilfen in den Parlamenten und den Regierungen bekämpft werden muß. Wird er präventiv bekämpft, werden an allen Ecken (Neo-)Nazis gesehen, so wäre das bei Kindern eine kreatürliche Urangst, bei Erwachsenen ist das ein Symptom für Furcht, vergleichbar einem Bankräuber, der jeden Tag mit der Angst lebt, doch noch aufzufliegen und von der Polizei verhaftet zu werden.

Wenn ein Geschichtsbild mit aller Macht zurechtgebogen werden muß, wenn nur Historiker, die dieses Geschichtsbild stützen, als "seriös" gelten, wenn die gesamte Journaille immerfort einseitig desinformiert, ist das ein Zeichen, daß die Wahrheit das zerstört, was man unbedingt aufrechterhalten möchte.

Es ist ein gefährliches Spiel, denn niemand wird gerne belogen. Wenn die Lumperei aufkommt, wird das Volk mit den Soldaten aufstehen... Das ist eine Prophezeiung, die das Ende der Verschwörung beschreibt. Bis dahin müssen wir mit den Lügen leben - und dafür auch noch Gebühren bezahlen.

© Michael Winkler