Der Tageskommentar 
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Hier werden aktuelle Tagesereignisse kommentiert. Ich schreibe spontan und zu allem, zu dem ich meine, einen Kommentar abgeben zu müssen. Ältere Tageskommentare befinden sich im Archiv, das allerdings nur mittels Paßwort zugänglich ist. Auf Bestellung - mit mindestens zwei Wochen Bearbeitungszeit - kann ich Halbjahresbände zum Preis von jeweils 15,- Euro inklusive Versand ausdrucken.

Schwarzes Brett / Terminankündigungen

Meine aktuelle Bücherhalde:
Gerhard Spannbauer: Finanzcrash: Die umfassende Krisenvorsorge
Toni Haberschuss: Das Deutschland-Protokoll 3
Bervrit Nahtegal: Über die Kennung des Menschen
Wolfgang Reuters: Deutschland im Sturzflug
Wolfgang Waldner: Der preußische Regierungsagent Karl Marx

Die spirituelle Welt ist derzeit vergriffen. Ich habe noch keine Information, wann die Neuauflage verfügbar ist.

9. Februar 2010 - 1 US-Dollar = 1,429 Deutsche Mark - Gold: 1.524,84 DM - Rohöl: 102,20 DM - 5 Jahre Tageskommentar

Ja, der Tageskommentar hat Geburtstag. Und das hier ist er, der allererste:

9. Februar 2005

Ich freue mich nach wie vor, daß Edmund Stoiber so standhaft die Meinung des Prangers teilt („Warum NPD gewählt wird“, Pranger vom 2.2.2005). Aber vermutlich hat ihm jener Zuträger, der ihm meinen Text ausgedruckt hat, ein paar Kleinigkeiten verschwiegen. Das ist so üblich, denn wer teilt seinem Fürsten schon gerne unangenehme Wahrheiten mit? Also, hier sind die Ergänzungen: Schuld an den Zuwächsen der NPD ist nicht etwa die Regierung, auch nicht die SPD oder die Grünen, schuld daran sind ALLE Politiker. Die NPD gibt es seit mindestens 40 Jahren. Ihre erste Blüte hatte sie 1965 bis 1975, dann verschwand sie fast gänzlich von der Bildfläche. Doch da mittlerweile immer mehr Bürger von den etablierten Parteien (also jenen, die sich "demokratisch" nennen) die Nase voll haben (und von deren raffgierigen, mit allen Privilegien und umfangreichen Nebenjobs versehenen Abgeordneten), suchen sie eben eine Alternative. Außerdem sind wir politisch noch nicht im Jahr 1932, denn da war die NSDAP schon zahlreich in allen Parlamenten vertreten. Wir stehen eher auf dem Stand von 1925, noch wäre alles zu ändern. Aber eben nicht, indem man immer nur auf die anderen schimpft und die eigene Mitverantwortung ignoriert. Geredet wurde genug, jetzt wollen wir endlich Taten sehen. Taten, keine Untaten. Für Untaten brauchen wir keine Demokraten, dafür gäbe es eigentlich die NPD.

Eine kleine Anmerkung zur Deutschen Bank: Wenn ihr diesen Ackermann (Schweizer und Vorstandsvorsitzender) rauswerft, spart ihr die Gehälter von 300 gewöhnlichen Mitarbeitern auf einen Schlag ein. Und niemand würde euch deswegen schlechten Umgang mit den Mitarbeitern vorwerfen. Aber bitte keine Millionenabfindung, die bekommen eure normalen Entlassenen auch nicht. Ihr habt Herrn Ackermann genügend Geld zugesteckt, damit er sich was für seine alten Tage zurücklegen konnte. Als Banker kann er das doch, oder?

Ja, das waren noch Zeiten. Vielleicht nicht unbedingt bessere Zeiten, aber das Gold war viel billiger und wir hegten die Hoffnung, daß die gestandenen Männer in der CDU uns eine Bundeskanzlerin Merkel ersparen würden. Inzwischen wissen wir, daß die gestandenen Männer nur verkleidete Vorgartenzwerge gewesen sind und Edmund Klaufix aus Bayern nur solange alles besser wußte, bis ihm die Gelegenheit geboten wurde, es in Berlin besser zu machen. Die meisten Leute, deren Handlungen ich in den ersten Tageskommentaren kritisiert habe, sind inzwischen in der Versenkung verschwunden, oder wissen Sie noch, wer Mautdesaster Stolpe gewesen ist? Wir haben also Hoffnung, daß das heutige Personal ebenfalls bald abserviert wird.

Abserviert wird Ende des Jahres auch eine Charlotte Knobloch vom Zentralen Empörungsrat. Sie erinnern sich, die Dame, die als Kind von deutschen Katholiken gerettet wurde und seither voller Dankbarkeit bei den Deutschen die Hand aufhält und bei den Katholiken über den Papst herzieht. Die Dame hat zwar nie ein Konzentrationslager von innen gesehen (nur später, als Gedenkstätten), aber sie gilt natürlich als werbeträchtige Holocaust™-Überlebende. Aber keine Sorge, ihr designierter Nachfolger wird sich zumindest als Holocaust™-Überlebender empfinden, unabhängig vom Geburtsjahr. Der Zentrale Empörungsrat bleibt uns erhalten und wird sich auch künftig immer wieder empören.

Die intensive Medienkampagne über die Daten-CDs aus der Schweiz zeigen erste Erfolge: Die Welle der Selbstanzeigen rollt. Ungeheuere Summen werden in die Schatulle des vormaligen Stasi-2.0-Ministers fließen, man spricht schon davon, daß die Finanzierung der nächsten drei Stunden Bundeswehr-Kriegführung in Afghanistan gesichert sei. Falls Sie einmal die bunte Kanzlerin treffen sollten, können Sie ihr ausrichten, daß die Offenlegung ALLER Schweizer Bankkonten weniger Geld einbrächte, als mit einer einzigen Fehlentscheidung des Kabinetts Merkel verschleudert werden. Benutzen Sie dabei bitte einfache Worte und sprechen Sie langsam, die Dame hat bekanntermaßen promoviert.

8. Februar 2010

Auf der Münchner Konferenz zur Vorbereitung des nächsten Krieges am Persischen Golf hat der "Westen" das ehrliche Friedensangebot der islamischen Republik Iran ausgeschlagen. Anstatt das iranische Uran Zug um Zug selbst anzureichern und so zu kontrollieren, hat die überhebliche "westliche" Staatengemeinschaft auf die vollständige Auslieferung des iranischen Urans bestanden. Seine Exzellenz, Präsident Ahmadinedschad, hat jetzt den Entschluß verkündet, die Anreicherung ohne westliche Hilfe in Eigenregie vorzunehmen.

Daß dies ein von jüdisch-amerikanischen Organisationen gedrillter Verteidigungsminister Karl-Theodor von und zu Guttenberg ganz anders darstellt, braucht niemand zu verwundern. Der Iran hat sich vor dem ausgestreckten Würgegriff der als "Westen" bezeichneten israelischen Interessenvertreter weggeduckt, aus reinem Selbsterhaltungstrieb. Im Einvernehmen mit den Kriegstreibern Lieberman & Lieberman durfte er sogar ankündigen, daß die Geduld Israels langsam zu Ende geht.

Für geschichtlich Interessierte wird gerade ein altes Theaterstück neu aufgeführt: Wir machen Angst vor dem schwarzen Mann. Genau diese Schmierenkomödie wurde 1990 und 2003 mit dem Irak aufgeführt, dem eine unglaublich riesige und schlagkräftige Armee angedichtet wurde. Falls Sie Ihre Geschichtskenntnisse nicht nur über Dokumödien-Knopp beziehen, wissen Sie, daß dieses Schauspiel vor 1939 und 1914 auch gegen Deutschland aufgeführt worden ist. Parallel dazu findet der zweite Akt statt, die aktive Zersetzung der Wehrkraft und die Gefährdung der Gesundheit von Zivilisten durch Sanktionen und Embargos. Saddam Hussein hat gehorsam alle Massenvernichtungswaffen und sogar seine Kurzstrecken-Raketen vernichtet, bis die Amerikaner völlig gefahrlos angreifen konnten. Auch das ist eine Wiederholung, mit den gleichen Mitteln des genüßlichen Niederwürgens wurde 1941 Japan in den Weltkrieg getrieben.

Kein Zweifel, der Iran ist im Fadenkreuz. Israel erklärt sich für bedroht, also wird ein Angriffskrieg vorbereitet. Man stelle sich vor: Ein Land, das selbst nach Schätzungen deutscher "Qualitäts"-Medien mindestens 100 Atomsprengköpfe besitzt, die keinerlei internationaler Kontrolle unterstehen, mit gesicherter Zweitschlagskapazität dank hochmoderner und großzügig verschenkter Unterseeboote, fühlt sich durch Atomwaffen bedroht, die nach Einschätzung der gleichen Journalisten frühestens 2012 fertig sein könnten. Ein Land, das von allen Seiten gestützt und gefördert wird, läßt gegen ein anderes, armes und unterentwickeltes Land Sanktionen verhängen, in der Hoffnung, es zum Krieg zu zwingen. Und schon heizt der israelische Geheimdienst Aufruhr und Gewalt im Iran an.

Dabei hat der Iran noch Glück. Hätte er wie einst das Deutsche Reich eine gemeinsame Grenze mit dem notorisch undankbaren Polen, es würde bereits krachen. Polen wurde 1916 durch das Deutsche Reich als Staat neu gegründet. dafür haben sich die Polen 1918/19 mit Annexionen deutscher Gebiete bedankt, 1939 brüsk im Vertrauen auf britische und französische Bündniszusagen alle deutschen Friedensinitiativen abgelehnt, in der klaren Absicht, einen Krieg herbeizuführen, und 1945 eine der größten und opferreichsten Vertreibung der Weltgeschichte durchgeführt. Der Iran ist statt dessen von drei Seiten von Amerikanern eingekreist: Im Irak und in Afghanistan stehen US-Streitkräfte, der Persische Golf ist für die US-Marine geradezu ein heimatliches Hafenbecken. In der strategischen Tiefe stehen die US-Basen in Saudi-Arabien und natürlich die ungemein bedrohten Israelis.

7. Februar 2010

Interessant, wie viele CDs inzwischen auf den Markt kommen. Wenn das so weitergeht, wird das eine richtige Export-Industrie. Neben Käse, Schokolade und teuren Uhren werden Computer-Daten zum vierten Exportschlager der Schweiz. Bankgeheimnis? Ich bitte Sie, vielleicht in Singapur, aber doch nicht mitten in Europa. Von einer Nation, die ihre goldgedeckte Währung aufgibt, um den USA zu gefallen, die ohne Beweis Milliarden zahlt, um den Juden zu gefallen, und die Gold verkauft, um ihre Dollar-Reserven aufzustocken, können Sie nichts anderes erwarten. Schauen Sie aber bitte genau hin, ich spreche von der Schweiz, nicht von den Schweizern. Die sind durchaus vernünftig, nur ihre Regierung ist irgendwie... Noch nicht ganz so schlimm wie Merkel, aber auf dem besten Weg dazu.

Auf der Sicherheitskonferenz in München hat man einen genialen Plan entwickelt: Der Iran möchte doch bitte sein Uran ausliefern, damit es in den nächsten Monaten bis Jahrzehnten aufbereitet wird. In dieser Zeit wird solange verhandelt, bis Israel den Iran von der Landkarte radiert hat. Oder hieß es, bis das Regime Geschichte ist? Jedenfalls ist nur ein toter Mullah ein guter Indianer. Den iranischen Gegenvorschlag, das Uran Schritt für Schritt abzugeben, um dafür Schritt für Schritt zu zivilen Zwecken angereichertes Uran zurückzubekommen, bezeichneten die Sicherheitsleute entrüstet als Verschwendung wertvoller Verhandlungszeit. Ein US-Senator namens Joe Liebermann (über eine Bluts-Verwandtschaft mit dem rechtsradikalen israelischen Außenminister gleichen Namens ist nichts bekannt, eine Seelen-Verwandtschaft darf man jedoch annehmen) drohte dem Iran ganz offen mit einem Militärschlag.

Als gläubiger Mensch glaube ich natürlich an ein Atomprogramm des Iran, wenn Atompilze über Tel Aviv und Haifa stehen, und an ein israelisches Atomprogramm, wenn sich Atompilze über Teheran und Ghom erheben.

Die FDP möchte wieder nach oben kommen. Hm... Wie war das zur Schröder-Zeit mit der SPD? Ach ja, wer ein neues Mitglied wirbt, bekommt ein Essen mit dem Parteivorsitzenden. Wer zwei neue Mitglieder wirbt, darf aus der SPD austreten. Und wer drei neue Mitglieder wirbt, darf austreten und bekommt eine Bescheinigung, daß er niemals Mitglied der SPD gewesen ist. Die FDP braucht eine Bescheinigung, daß sie nie bei einer Regierung Merkel mitgearbeitet hat. Das geht am besten, indem Westerwelle eine Bombe unter den Kabinettstisch stellt, schleunigst das Weite sucht und sich nach erfolgreicher Explosion als Widerstandskämpfer feiern läßt.

6. Februar 2010 - 1 US-Dollar = 1,432 Deutsche Mark - Gold: 1.527,25 DM - Rohöl: 102,75 DM

Ach, es ist schon toll, wie rasant die erhoffte Beute aus dem Datendiebstahl in der Schweiz wächst. Zuerst war von 100 Millionen Euro die Rede, dann von 200 Millionen und aktuell sind es 400 Millionen. Das muß ja auch sein, wenn eine Angela Merkel persönlich die Hehlerei unterstützt. Interessant ist, daß sich ein bestimmtes Bundesland als Ankäufer betätigen soll. Beim letzten Mal hat der Bundesnachrichtendienst einfach zugelangt, inzwischen hat man entdeckt, daß ein Bundesland verantwortlich zeichnen muß. Dieses Bundesland ist, rein zufällig, Nordrhein-Westfalen, also dort, wo demnächst, rein zufällig, gewählt wird. Genau deswegen sollte sich der Ankauf richtig lohnen, oder?

Unsere allseits gefürchtete Kanzlerin stellt sich hin und verkündet mit einstudiertem Ernst, daß Steuerhinterziehung kein Kavaliersdelikt sei. Da hat sie sogar recht, die gelernte FDJ-Sekretärin. Hehlerei ist, nebenbei, auch kein Kavaliersdelikt, sonst stünde die nicht unter Strafe. Wo kein Hehler, da kein Stehler, besagt ein Sprichwort. Vielleicht kauft die Merkel-Regierung ja auch bald die Beute von gewöhnlichen Wohnungseinbrüchen, damit ließen sich Hunderte von Millionen verdienen. Wie? Ganz einfach: Der eine oder andere unserer ausländischen Mitbürger bricht in eine Wohnung ein und liefert die Beute bei einer staatlichen Ankaufstelle ab, die 25% des Zeitwerts bezahlt. Dadurch wird der zugewanderte Mitbürger dazu erzogen, mit seinem Diebesgut sorgfältig umzugehen, da nur Beute in einwandfreiem Zustand gutes Geld bringt. Der Beraubte wird benachrichtigt, seine Hausratsversicherung zahlt 50% des Zeitwerts an die staatliche Ankaufstelle und spart dadurch eine Menge Geld. Die Bundesregierung streicht die Differenz zwischen An- und Verkaufswert ein, somit gibt es nur Gewinner. Der zugewanderte Mitbürger geht einer regulären Beschäftigung nach, der Beutegeber erhält seine gestohlenen Sachen zurück, die Versicherungen brauchen weniger zu bezahlen und die Bundeskanzlerin bekommt Millionen, wenn nicht gar Milliarden als Hehlerprovision.

Nebenbei: Steuerverschwendung ist ein Kavaliersdelikt, das nicht bestraft wird. Die Steuerverschwendungs-Politiker bleiben im Amt, werden weiterhin bezahlt und kassieren bis zum Lebensende unverschämt hohe Pensionen. Steuerverschwendung kostet viel mehr Geld als Steuerhinterziehung. Aber es ist halt viel einfacher, auf Andere mit vorwurfsvollem Blick zu zeigen, anstatt die eigenen Fehler zuzugeben und abzustellen.

Noch nebenbeier: Anstatt Schwarzgeld in die Schweiz zu bringen und zu riskieren, daß jemand Daten stiehlt und an eine Regierung verkauft, die es mit dem Strafgesetz nur im Kampf gegen Rechts genau nimmt, ist es viel leichter, Gold und Silber zu kaufen. Das geht anonym, dem Metall sieht niemand an, wer es warum gekauft hat, der Zugewinn ist vollkommen steuerfrei und außerdem übersteht der gebunkerte Schatz jede Inflation und jede politische Idiotie.

Bayerns Finanzminister Fahrenschon hat die hohen Abfindungen verteidigt, die den führenden Nullen der Bayerischen Landesbank zum Abschied bezahlt wurden, nachdem sie in der Bank Milliarden versenkt hatten. Verträge seien zu erfüllen, sagte er. Na klar sind sie das! Vor allem gewisse Nebenabreden: Du, liebe Niete in Nadelstreifen, bekommst einen Sack voll Geld und hältst dafür die Schnauze - vor allem über die Beteiligung der CSU-Politiker. Wenn es gut für die Partei ist, dann ist es gut für die Partei, sagt sich Fahrenschon. Ist doch eh nur das Geld der Bürger, darauf kommt es nun wirklich nicht an.

In München steht nicht nur ein Hofbräuhaus, dort findet auch ab und zu eine Sicherheitskonferenz statt. Diesmal meldete sich völlig überraschend der iranische Außenminister an, mit dem Angebot, künftig doch iranisches Uran im Ausland aufzubereiten und so internationale Kontrolle zu ermöglichen. Na also, geht doch! Kaum organisiert Israels Mossad Volksunruhen in Teheran, schon kommt Persien an den Verhandlungstisch. Auf der anderen Seite meldet die - zufällig in jüdischem Besitz befindliche - Nachrichtenagentur Reuters, daß russische Ingenieure dem Iran helfen, eigene Atomwaffen zu entwickeln. Das muß so sein, damit allzu positive Bilder vom Iran erst gar nicht entstehen. In Großbritannien wurde eine Umfrage über die Beliebtheit von Ländern abgehalten. Der Iran landete mit einem anderen Land auf dem letzten Platz, als unbeliebtestes Land der Welt. Das andere Land war übrigens Israel.

Der derzeit unbeliebteste Außenminister der BRD heißt Westerwelle. Der Mann hat elf Jahre auf sein Ministeramt gewartet und das so pessimistisch, daß er diese Zeit nicht einmal für Englisch-Nachhilfe oder wenigstens einen Kurs an der Volkshochschule genutzt hatte. Jetzt ruft die Lehrlingstruppe einen eigenen Gipfel ein, weil die FDP seit Ende September von 14,6% auf 8% in den Umfragen abgestürzt ist. Also ich glaube, das liegt an den Leuten. Wie wäre es mit einem kleinen Spiel? Ich zähle Ihnen die FDP-Minister auf und Sie raten, was die in ihren Ministerien so tun: Guido Westerwelle, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Rainer Brüderle, Dirk Niebel und Philipp Rösler. Ach, lassen Sie es lieber. Vermutlich wissen die Herrschaften das selbst nicht.

Einen NATO-Gipfel hat es auch gegeben. Der rasende Guttenberg war dort, hat gehört, daß dem Militärbündnis mindestens 640 Millionen Euro fehlen und düste nach München, zur Sicherheitskonferenz. 640 Millionen! Jetzt muß ich doch noch mal rechnen: Die USA nehmen pro Stunde 165 Millionen Euro neue Schulden auf. Merkel-Deutschland nimmt pro Stunde 11,4 Millionen Euro Schulden auf. In der Zeit, in der Guttenberg von Berlin nach Istanbul und wieder zurück nach München fliegt, hätten allein diese beiden Länder das NATO-Defizit finanziert.

5. Februar 2010 - 1 US-Dollar = 1,421 Deutsche Mark - Gold: 1.509,20 DM - Rohöl: 104,01 DM

Franken Helau! Das ist die Sendung des Bayerischen Fernsehens, die Jahr für Jahr die höchste Zuschauerquote einfährt. Gedreht wird diese Sendung in Veitshöchheim, einem Vorort von Würzburg. Natürlich sitzt in der Maintal-Halle auch Publikum. Falls Sie also Lust haben - für 10.000 Interessenten gibt es 300 Karten. Sollten Sie davon welche ergattern, bezahlen Sie dafür, daß Sie auf den hinteren, den schlechten Plätzen sitzen. Die guten Plätze, vorne an der Bühne, wo die Kameras oft draufhalten, bekommen die Nichtzahler. Für diese Damen und Herren Volksvertreter sind ebenfalls 300 Karten vorgesehen, also genauso viele wie für die ganzen gewöhnlichen Untertanen.

Ganz vorne sitzen da unser hochverehrter Herr Ministerpräsident Seehofer (mit Frau), unsere hochverehrte Frau Landtagspräsidentin Stamm (mit Tochter), unser hochverehrter Herr Altministerpräsident Beckstein (mit Frau), unser hochverehrter Herr Umwelt- und Gesundheitsminister Söder (mit Frau), der katholische Bischof von Würzburg, der evangelische Landesbischof von Bayern, massenhaft Landtagsabgeordnete, Bürgermeister und Honoratioren wie der Präsident des Fußballvereins 1. FC Nürnberg. Diese Herrschaften werden allesamt als Ehrengäste begrüßt, damit man auch ja weiß, daß die führenden Nullen tatsächlich leibhaftig zugegen sind.

Was das für eine Veranstaltung ist? Eine Faschingsveranstaltung, also genau das, wo früher der Obrigkeit der Narrenspiegel vorgehalten wurde. Bei einer guten Büttenrede sollte der Kritisierte schamesrot unter dem Gelächter der Untertanen in den Boden versinken. Heute hingegen sitzen die Übeltäter stolz in der ersten Reihe, lächeln huldvoll über die zumeist dämlichen Witzchen, die über sie gerissen werden, und erfreuen sich über die untertänige und respektvolle Behandlung, die ihnen zuteil wird. Sollte man sich diesen Verrat an der Narrenkappe trotzdem antun? Ja, sicher - die Amateure bringen in drei Stunden mehr Gags auf die Bühne als ein überbezahlter Harald Schmidt in einem ganzen Jahr.

Nach Griechenland wackeln jetzt Portugal und Spanien. Die idiotische Idee eines Hans-Dietrich Genscher und die bodenlose Dummheit eines Helmut Kohl, die Esperanto-Währung Euro, bricht Schritt für Schritt zusammen. Warum? Weil Merkel-Deutschland endlich Bankrott ist! Unsere zahllosen zugewanderten Sozialhilfe-Mitbürger, unsere bedingungslose Solidarität mit Israel, unsere im Namen der USA in der ganzen Welt verteilten Kolonialtruppen - und eine unfähige, verschwendungssüchtige Regierung - kosten leider so viel Geld, daß wir jene Länder, die bisher so auskömmlich von unseren Tributen gelebt haben, nicht mehr von ihren finanziellen Nöten befreien können. Jetzt geht eben alles den Bach runter. Zwar nicht diese Woche und auch nicht in der nächsten, aber Merkel hat ja vier Jahre Zeit bekommen. Vom Wähler, nicht von mir.

Und Sie? Da ein paar nette Leute in New York so brav den Goldpreis gedrückt haben, sollten Sie Ihr Monopoly-Geld in echte Werte tauschen, solange das noch möglich ist. Gold gab es vor Merkel, vor der EU, vor Kohl & Genscher, Gold hat Dschingis Khan und Churchill überstanden, Pol Pot und Roosevelt. Kaiser Wilhelm konnte sein Konterfei mit bestem Gewissen auf seine Goldmünzen prägen lassen, diese Münzen haben nie ihren Wert verloren. Gold und Silber haben sich in jeder Währungsreform bewährt - sie werden sich auch in der Währungsreform bewähren, die uns vom Euro befreien wird.

4. Februar 2010 - 1 US-Dollar = 1,406 Deutsche Mark - Gold: 1.562,15 DM - Rohöl: 108,27 DM - 100 Tage Schwebfliegen-Chaos in Berliner Regierung

Wir schreiben den 3. Februar 2010. Griechenland, das sich als die Wiege der Demokratie versteht, hört auf, ein souveräner Staat zu sein. Die Griechen sollen mehr arbeiten, mehr Steuern bezahlen und massenweise Staatsbeamte rauswerfen, außerdem erwartet das Kolonialamt in Brüssel alle drei Monate einen Rapport. Von Brüssel aus betrachtet, ist das ganz einfach. Woher die Griechen die Arbeit nehmen sollen, haben die hohen Kommissare in Brüssel natürlich nicht gesagt.

Ich möchte jetzt nicht über griechische Geschichte referieren. Wer darüber mehr wissen möchte, sollte einfach unter Athen, Sparta, Thermopylen, Alexander der Große und Byzanz nachschlagen. Ich begnüge mich mit einer kurzen Zusammenfassung: die richtig tollen Zeiten liegen so 1.000 bis 2.500 Jahre zurück. Das heutige Griechenland ist ein großer Freizeitpark mit Ruinenbesichtigung, und das in doppelter Hinsicht. Die einzige "Industrie" ist der Tourismus, der größte Arbeitgeber der Staat. Seit dem Ende der Obristen-Herrschaft wechseln sich zwei Familien und zwei Parteien in der Regierung ab. Wer in den Staatsdienst möchte, tritt der Partei bei, die gerade nicht regiert, und wird eingestellt, sobald die Regierung wechselt. Die zweite Gruppe der Freizeiter sind die jungen Griechen. Da diese sich noch für keine Partei entschieden haben, bekommen sie nur un- oder schlechtbezahlte Jobs. Bei entsprechender Qualifikation dürfen sie die Arbeiten erledigen, für die ältere Griechen bezahlt werden, aber nicht befähigt sind.

Dieser Staat ist nicht nur Mitglied der EU, sondern hat auch noch den Euro als Zahlungsmittel. Mit der alten Drachme konnten die Griechen nach Herzenslust inflationieren und abwerten, wodurch das Land einigermaßen über die Runden gekommen ist. Aber dann haben sich die Griechen in den Euro hineingeschwindelt, im Vertrauen auf Mitterands Ankündigung, daß dann die BRD alles zahle. Mit anderen Worten: die Griechen waren fast so blöd wie Kohl und Genscher. Bis 300 Milliarden Euro Staatsschulden ging das ganz gut, jetzt haben die Griechen fertig. Ach nein, das hat ja ein "Römer" gesagt. Aber das kennen die Griechen ja, das Leben unter römischer Oberherrschaft. Jetzt müßte sich nur noch ein Nero finden, der Griechenland so verehrt, daß er denen alle Schulden und Tribute erläßt. In den Geschichtsbüchern steht er als gnadenloser Christenverfolger und als derjenige, der seine eigene Hauptstadt niedergebrannt hat. Das wäre doch ein echtes Vorbild für Merkel?

Kommt der A400M nun oder kommt er nicht? Dabei wäre die Entscheidung ganz einfach: Ein Anruf aus Tel Aviv, daß dieses Flugzeug das Existenzrecht Israels sichert, weil es der Bundeswehr die Möglichkeit gibt, schnell Truppen zum Schutz des zu Asien gehörenden Mittelmeeranrainers zu verlegen, und schon ist die Finanzierung gesichert. Ob Schäuble nun 100 oder 120 Milliarden Euro Schulden aufnimmt, ist doch egal.

Wir haben jetzt 100 Tage der Merkel-Regierung 2.01 hinter uns. Warum nicht 2.0? Falls Sie sich noch an Franz Josef Jung erinnern, der einmal... He, was war der noch gleich? Ach ja, Arbeitsminister. Da gibt es eine einfache Eselsbrücke: Einfach an die Schwachstellen der Merkel-Regierung denken und dann kommt man nach einiger Zeit auf Ursula von der Leyen. Die war bei 2.0 noch Familienministerin, seit 2.01 spielt da ein Küken die Althenne. Jedenfalls weist diese Regierung eine einzigartige Erfolgsbilanz aus: Trotz erwiesener Unfähigkeit wurde nur 1/16 der führenden Nullen ausgetauscht. Ein Familienbetrieb könnte sich derartig kontraproduktives Personal gar nicht leisten.

3. Februar 2010 - 1 US-Dollar = 1,400 Deutsche Mark - Gold: 1.564,62 DM - Rohöl: 107,65 DM

Das männliche Nesthäkchen im Chaos-Kabinett hat sein politisches Schicksal an die Einführung der Kopfpauschale im Gesundheitssystem gebunden. Der Mann hat auch so interessante Ansichten: Er sei jetzt 37 und möchte noch bis 45 in der Politik bleiben. Was er danach tun möchte, hat er nicht gesagt, aber wenn er von seinen Allüren absieht, daß Chef und Putzfrau die gleichen Krankenkassenbeiträge zahlen sollen, kann er der Pharma-Industrie noch so große Gefälligkeiten erweisen, daß die ihm danach einen schönen, bestens bezahlten Posten anbieten. In der parlamentarischen Korruptokratie wäscht schließlich eine Hand die andere, das bekommen wir laufend vorgeführt. Und Philipp Rösler wird das bestimmt auch noch lernen.

Mein Gott, jetzt jammern die Kommunen über ihr Haushaltsdefizit, dabei sind das doch nur zwölf Milliarden Euro. Die bezahlt Schäuble doch mit Links... Und Merkel wäre ja auch dafür, wenn dieses Geld nach Israel ginge. Aber es sind eben deutsche Städte und Gemeinden, denen die Einnahmen wegbrechen, dank der großartigen Politik unserer allseits geliebten Bundeskanzlerin, der besten Freundin, die Israel je hatte. Also, liebe Kommunen, schließt die letzten Bäder, die Theater, die Stadtbüchereien, fahrt in städtischen Schulen die Klassenstärke schnell auf 50 Schüler hoch, das spart alles Geld. So ein kleines Notopfer dafür, daß Israel in sicheren Grenzen leben kann, ist doch angesichts der deutschen Geschichte nur gerecht. Und wenn die Müllabfuhr nur alle vier Wochen kommt, ist das auch billiger. Ach ja - das Bereiche, in denen Ihr nicht sparen dürft, sind auch schnell aufgezählt: Integration unserer ausländischen Mitbürger, Durchsetzung des Gender Mainstreaming, Pflege von Holocaust™-Mahnmalen und vor allem beim Kampf gegen Rechts.

Die Mañana-Kanzlerin hat zwar kein Energiekonzept für heute, aber wenigstens eines für übermorgen: Sie möchte die Fusionsenergie fördern. Schon in der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts könnten Fusionsreaktoren eine großartige Welt des Wohlstands und des Überflusses herbeiführen. Um in der Gegenwart Wohlstand und Überfluß herbeizuführen gäbe es übrigens auch ein paar Maßnahmen: Merkel rauswerfen und den Euro abschaffen, Merkel einsperren und die Zahlungen an Israel einstellen, den Schlüssel zu Merkels Zelle wegwerfen und die Bundeswehr nach Hause holen, die Gefängniskost für Merkel auf Wasser und Brot umstellen und aus der EU austreten. Habe ich schon erwähnt, daß ich Merkel für einen zentralen Teil des Problems halte?

Übrigens, Merkel hat eine Entscheidung getroffen, die mein lokales Käseblättchen in die Nähe eines Schröderschen "Basta" gerückt hat. Welche Entscheidung? Eine konservative natürlich! Also, die Hoteliers dürfen sich weiterhin über die Mehrwertsteuer-Senkung des Reichtums-Beschleunigungs-Gesetzes freuen, das wird nicht zurückgenommen. Es wäre ja auch nicht zumutbar, wie stünden denn sonst die FDP und die CSU da, wo sie so viel Geld für das Gesetz bekommen haben? Nein, nein, so ein Geschenk an die Besserverdienenden nimmt doch eine Frau Merkel nicht zurück, das bleibt natürlich. Die politischen Gartenzwerge in Nordrhein-Westfalen sollen sich gefälligst einen anderen Wahlkampfschlager suchen, und damit Basta!

In eigener Sache: Nachdem ich heute absolut kein Thema gefunden habe, über das es sich zu schreiben lohnt, habe ich einen Pranger-Text aus dem Archiv genommen und minimal aktualisiert. Ich bin wohl doch zu stark durch die Handlung in Odalin 8 abgelenkt - was ich da schreiben soll, weiß ich. Beschwerden darüber nehme ich gerne entgegen, Themenvorschläge helfen mir eher weniger.

Wo sind die alten Kommentare geblieben? Im geschützten Archiv natürlich!

Aber das ist nur noch mit Paßwort zugänglich - dank eines lästigen Denunzianten.

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© Michael Winkler

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